Donnerstag, 23. September 2010, 11:30 Uhr

Christina Stürmer: "Ich will am liebsten neben Johnny Depp stehen"

Berlin. Heute Morgen beehrte Österreichs größter Rockexport Christina Stürmer Berlin.  Die Ehre, als Wachsfigur bei Madame Tussauds einziehen zu dürfen wird nur sehr Wenigen zuteil und nun konnte auch die 28-Jährige neben ihrer Doppelgängerin posieren.  Ihr lebensgroßes Ebenbild wird in den kommenden Monaten im Berliner  Madame Tussauds im Kabinett Unter den Linden zu sehen sein.

Auf die Frage, neben wem ihr Pendant in der Ausstellung denn idealer Weise Platz nehmen sollte, erklärte sie bereits im Vorfeld der einweihung ihrer Wachsfigur: “Es war immer schon der Wunsch neben Johnny Depp zu  stehen und wenn ich es schon leibhaftig nicht machen kann, dann wär  es schön gewesen, wenn einfach unsere Wachsfiguren nebeneinander  stehen.”

Im Rahmen des Berliner Events gab Christina Stürmer unter anderem auch ein kleines Unplugged-Konzert mit unveröffentlichten Songs aus  ihrem neuen Album “Nahaufnahme” spielen. Dieses erscheint am 24. September.

klatsch-tratsch.de sprach mit der Sängerin heute morgen.

Christina, wie geht es dir dabei?
„Es ist wirklich unglaublich, wenn man neben sich selbst steht. Es fühlt sich sehr gut an. Ich bin jetzt 28 und kann in zwanzig oder dreißig Jahren zu Madame Tussauds kommen und sagen: So hab ich mal ausgesehen. Das kann ja nicht jeder sagen und deshalb bin ich überglücklich, dass ich mich dazu zählen kann.

Du bist jetzt jung verewigt. Was hältst du vom Jugendwahn?
Ich hab kein Problem mit dem älter werden, denn das ist ja auch was Schönes.

Deine Wachsfigur wurde in London angefertigt. Du wurdest intensiv vermessen und in hunderten Details fotografiert.
Das war sehr aufwendig und interessant. Alle Details wurden festgehalten: Die Farbe der Haut, die Haare, Augen usw. Dann wurde daran zehn Wochen in der Werkstatt gearbeitet. Für die Feinheiten bin ich dann noch mal nach London geflogen. Das Wachsfiguren-Team war super. Das sind halt Vollprofis. Die Arbeit hat Spaß gemacht

Am 24. September kommt dein neues Album „Nahaufnahme“ raus.
Ja, deswegen war ich in letzter Zeit auch oft in Berlin. Ich werde am 11. Dezember im Postbahnhof spielen. Dann wird die Figur ja noch hier stehen. Vielleicht schneie ich dann vor dem Konzert bei Madame Tussauds noch mal vorbei. Das Konzert soll Wohnzimmeratmosphäre haben.

Worum geht es bei „Nahaufnahme“?
Um Vergänglichkeit und Zeit, weil man das hier und jetzt mehr genießen sollte. Es ist gut wenn die Menschen an die Zukunft denken, aber niemand weiß, ob ihn morgen irgendwas komplett durcheinander haut.

Wer schreibt die Songs?
Es geht immer um einen Bezug zu mir, aber wir haben ein Songwriterteam von fünf bis zehn Leuten.

Das Interview führte Eva Magdon. Foto: klatsch-tratsch.de/Patrick Hoffmann