Freitag, 24. September 2010, 10:56 Uhr

Guillermo del Toro: "Hollywood ist wie ein Camp für abnormale Kinder"

Los Angeles. Guillermo del Toro (45) fühlt sich bei seiner Arbeit wie in einem “Camp für abnormale Kinder”. Der Star-Regisseur (‘Hell Boy’) dreht gerne durchgeknallte Filme und genießt jeden Tag, den er mit Filmemacherei verbringen darf.

“Ich tue alles, wovon ich als Kind geträumt habe, und ich darf es mit Freunden, die ich mag, tun”, schwärmte der Star im Interview mit ‘MTV’ und verdeutlichte: “Wenn uns irgendwer in einen Raum sperrt, bauen wir eine verrückte Stadt, ziehen uns Kostüme an und spielen. Das ist wie ein Camp für abnormale Kinder. Ich bin zutiefst abnormal und deswegen sehr glücklich.”

Guillermo Del Toro schrieb eine Vampir-Trilogie mit Autor Chuck Hogan und promotet derzeit ‘The Fall’, den zweiten Teil der Serie. Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe von Leuten, die versucht, eine Seuche aufzuhalten, die Menschen in Vampire verwandelt.

Die Arbeit an den Drehbüchern fühlte sich für den Kreativling nicht wirklich wie Arbeit an, obwohl es letztendlich doch einen genau geplant Ablauf gab: Jeder der beiden Denker bekam verschiedene Kapitel der Story zugeteilt, schrieb sie und schickte sie zur Korrektur an den anderen.
“Ich denke, ich hab all die witzigen Teile bekommen”, lachte del Toro und scherzte weiter: “Ich schreibe sie und dann schicke ich sie ihm und wenn ich seine bekomme, kapiere ich, dass seine Teile auch super sind und dann schreibe ich sie neu. Er schreibt meine Sachen neu und dann fangen wir von dort aus an. So wird es zu einer Stimme.”
So abnormal klingt Guillermo del Toro gar nicht. (Covermedia)