Dienstag, 28. September 2010, 13:40 Uhr

"Hochzeitspolka": Film über Männerfreundschaften ist sehenswert

Berlin. Hochzeitspolka – Die neue hochprozentige Komödie mit Christian Ulmen in der Hauptrolle kommt ab 30. September im Kino. Na zdarowie! bis es kracht. An diesem Film ist alles deutsch-polnisch: Die Produktion, die Besetzung, die Story. Diese ist schnell erzählt: Frieder Schulz (Christian Ulmen) setzt sich durch und wandert aus. Schluss mit den Jugendsünden, dem Sängerdasein und den wilden Partys der Band „Heide Hurricane“.

Frieder geht der Zukunft entgegen Richtung Osten. Er will Karriere machen als Geschäftsführer einer Firma in einem beschaulichen Städtchen bei Warschau. Und da melden sich auch schon die ersten die Missverständnisse. Die Arbeiter fordern mehr Lohn, während in den Hinterzimmern die Verlagerung der Firma in die Ukraine längst beschlossene Sache ist. Gutmensch Frieder will es allen Recht machen, schließlich ist er Gast in diesem Land. Um wirklich zu landen will Frieder ein ordentlicher Pole werde. Er richtet er sich in seinem neuen Leben ein. Das halbfertige Eigenheim wird provisorisch bewohnt von ihm und seiner jungen Braut Gosia (Katarzyna Maciag). Jetzt muss nur noch geheiratet werden, natürlich nach polnischem Brauch.

Plötzlich und unerwartet steht jedoch die Vergangenheit auf der Matte und mit ihr die Probleme ins Haus, denn Frieders alte Band ist angereist, um das Ende des Junggesellenlebens ordentlich zu feiern. Fortan kreisen die Gläser und mit dem Pegel wachsen wahre Freude, blöde Missverständnisse und turbulenter Ärger zwischen allen Hochzeitsgästen gleichermaßen.

Christian Ulmen, der am 22. September 35 Jahre alt wird, mag wie er sagt, keinen großen Rummel und auch keinen Wodka. Seine eigene Hochzeit fand vor einigen Jahren nur im Rahmen der Familie statt. Inzwischen ist er wieder Single.

Bei den Dreharbeiten zu “Hochzeitspolka” jedoch kam man sich zunehmend vor wie auf einer richtigen polnischen Hochzeit, meint der talentierte Schauspieler Christian Ulmen. Das mag wohl an der Authentizität der beim Dreh verwendeten Getränke gelegen haben, was nicht nur zum alltäglichen Kater führte, sondern auch zu einem Drüber und Drunter bei der Regie. Trotzdem ist die deutsch-polnische Co-Produktion über infragegestellte Lebenspläne und echte Männerfreundschaften absolut sehenswert.
In die Handlung wurde der neu aufgenommene Tote Hosen Hit „Eisgekühlter Bommerlunder“ oder polnisch “Zamrozona Wyborowa“ eingebaut. Na denn man Prost! (Eva Magdon)

Fotos: X-Verleih