Mittwoch, 29. September 2010, 9:02 Uhr

Alexander McQueen: Nachfolgerin hat es leichter

London. Nachdem sich Modedesigner Alexander McQueen am 11. Februar umgebracht hatte, wurde im Mai Sarah Burton zu der kreativen Chefin des Labels ernannt. Die Britin hat am renommierten Central Saint Martins College in London studiert und 16 Jahre mit dem berühmten Designer zusammen gearbeitet.

Am 5. Oktober wird sie zum ersten Mal ihre eigene Kollektion für das Alexander McQueen-Label zeigen. Gucci, denen die Marke nun gehört, hatte nach dem Tod des Modeschöpfers beschlossen, den Namen weiter zu behalten. So wird Burton nun weiter im Namen des Briten ihre Entwürfe zeigen. Die Kollektion wird sich von der Düsterheit, die sonst die Marke auszeichnet, abheben. “Es wird immer eine gewisse Schwere da sein, sonst würde man Leichtigkeit gar nicht schätzen”, bemerkte Burton in einem Interview mit ‘WWD’.

“Ich habe diese Dunkelheit gelernt, aber es ist persönlich nicht notwendig für mich. Ich bin ein wenig fröhlicher.” Die Designerin wird außerdem nicht die theatralischen Schauen ihres verstorbenen Chefs imitieren. Da sah man Feuerringe oder Roboter. “Das war Lees Territorium – die spektakuläre Show. Ich kann das nicht versuchen und so tun als ob ich Lee sei”, erklärte Burton das Erbe von McQueen, der von seiner Familie und Freunden Lee genannt wurde.

Die Designerin schwärmte von ihrem ehemaligen Boss und gab zu, dass sie ihn immer beschützen wollte: “Er war so ein reizender Mann und sein Kopf hat nie abgeschaltet. Er war so wichtig für mich. Man wollte ihn einfach nur glücklich machen auf ihn aufpassen. Obwohl ich dachte, dass ich ihn beschütze, denke ich jetzt, dass er mich beschützt hat”, vermisst Sarah Burton ihren verstorbenen Chef Alexander McQueen. (Cover)