Jetzt kommt Eliza Doolittle, das knallbunte Pop-Bonbon

Freitag, 8. Oktober 2010, 12:56 Uhr


Köln. Eliza Doolittle ist die UK Entdeckung des Jahres! Mit ihrem gleichnamigen Debütalbum schaffte sie prompt den Sprung auf Platz 3 der britischen Album-Charts. Sie verkörpert alles, was den moderen Lifestyle einer Anfang 20-jährigen Londonerin ausmacht: Knallig, Herzig und Frech ist ihr Motto, sie ist nicht auf dem Mund gefallen, sie hat Stil und sieht aus wie dem nächstbesten Fashionblog entsprungen – So kommt sie fröhlich pfeifend daher   marschiert: Eliza Doolittle das knallbunte Pop-Bonbon aus England.

Die 22-jährige Britin schreibt all ihre Songs selbst. Sie mixt gekonnt ihren weit gefächerten Musikgeschmack, wie Soul, Ska und Sixties-Pop, um daraus ganz persönliche und herrlich verspielt wirkende Popsongs zu zaubern.

So hat sie sich mit ihrem erfrischenden Debütalbum „Eliza Doolittle“ geradewegs auf Platz drei der UK-Charts gesungen. Und auch hierzulande maschiert ihre Single „Skinny Genes“ gradewegs die Chart-Leiter nach oben.
Von dieser Senkrechtstarterin werden wir wohl noch viel hören.

Eliza singt ihre Songs mit jener lockeren Selbstverständlichkeit, mit der Kinder ihre Reime singen. Was ihren Künstlernamen betrifft: Eliza ist zwar ihr richtiger Vorname, „aber auch wenn ich meinen richtigen Nachnamen mag, Pop-Glamour hat der kein bisschen.“ Also hat sie den Kosenamen ihrer Kindheit als Alter Ego angenommen und macht mit ihren modernen Flower-Power-Songs, diesen trefflich pointierten nursery rhymes for grown-ups, eine glänzende Figur.

Ihr Vater ist ein bekannter Theaterdirektor, ihre Mutter ein Musical-Star und ihre Großmutter leitet die nach ihr benannte, renommierte Sylvia Young Theatre School, was dieser sogar einen Order of the British Empire eingebracht hat. Da lag für Eliza also schon einiges in der Wiege, so dass es kaum wundert, dass sie schon mit zwölf ihre ersten eigenen Songs schrieb und die frühreife Songwriterin mit gerade mal 16 Jahren ihren ersten eigenen Autorenvertrag nach Hause brachte.

Die meisten Songs ihres Debütalbums entstanden jedoch nach einem längeren und hörbar fruchtbaren Reifeprozess erst im letzten Jahr. Ihre Vorliebe für die Sonnenseiten klassischer Popsongs, für all die lebenslustigen Hits der Beach Boys und der Kinks, von Lovin‘ Spoonful und Stevie Wonder hat sie mit ihrem ausgesprochenen Faible für eine eher handverlesene Produktion kombiniert, bei der ein Besen übers Becken streichelt, ein Kontrabass vor sich hin wummert und wo immer viel Raum bleibt, um die vitalen Melodien gleich mit zu pfeifen. „Skinny Genes“ ist ein wunderbares Entree in die phantasievolle musikalische Welt der Eliza Doolittle. Ein Basslauf wie aus „These Boots Are Made For Walking“ führt mal kurz auf die falsche Fährte, bevor durch diesen ausgelassenen Song der Spirit holder Motown-Schönheiten wie der Supremes oder der Marvelettes schwebt. Doo-Wop à la Doolittle.

Fotos: Andrew Whitton



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