Samstag, 09. Oktober 2010, 15:55 Uhr

Boy George ist seit zwei Jahren trocken und geht auf Tour

London. Boy George (49), die Lady Gaga der 80er, findet, in den letzten zwei Jahren die Finger von Alkohol und Drogen gelassen zu haben, sei die “beste Sache”, die er je erreicht hat. Der Musiker (‘Run’) war wegen seiner Drogensucht schon einmal im Gefängnis, er saß vier Monate einer 15-Monate-Haftstrafe ab, nachdem er einen Callboy in seinem Londoner Apartment festgehalten und verletzt hatte. Diese Zeit nutzte George O’Dowd – so sein richtiger Name – um sein Leben neu zu ordnen.

Der ehemalige ‘Culture Club’-Frontmann hat sich geschworen, seine Sucht nach Alkohol und Drogen zu besiegen und ist stolz auf seine Fortschritte: “Es ist die beste Sache, die ich je gemacht habe. Wenn du einmal irgendwie die Entscheidung getroffen hast, aufzuhören …”, erklärte er in einer britischen Talkshow. “Es kommt darauf an, wohin es dich führt. Wenn du den Leuten sagst, dass du nichts trinkst, flippen sie aus. Sie versuchen wirklich, dich dazu zu bringen zu trinken. Wenn du stoppst und dir anschaust, wie sich die Leute [mit Alkohol] benehmen, bis du wirklich froh, dass du nüchtern bist.”

Boy George plant mit anderen Stars der 80er Jahre wie Jason Donovan und Belinda Carlisle eine Großbritannien-Tour. Er erklärte, er beneide junge Musiker, die sich in Castingshows versuchen zu beweisen, nicht. Auch wenn er sich Sendungen wie ‘X-Factor’ gerne ansieht, erinnert er doch daran, dass es in ihnen um mehr als nur die Musik geht: “Woran man sich erinnern muss, ist, dass ‘X-Factor’ eine TV-Show ist und es primär um eine TV-Show geht. Viele Leute, die sich eine Karriere aufbauen wollen, werden dies nicht tun – es werden einer oder zwei sein”, sagte er ‘ITN’. Ich denke, in ‘X-Factor’ geht es nicht unbedingt um die Musik – du liest Sachen in den Zeitungen darüber, dass die besten Leute nicht weiterkommen, weil sie nach Leuten mit einer interessanten Geschichte suchen, einer kleinen Tragödie.”

“Ich finde es unterhaltsam – ich weine, ich lache, ich werde wütend – aber ich sehe es als das, was es ist – eine TV-Show”, stellte Boy George klar. (Cover)