Donnerstag, 14. Oktober 2010, 14:15 Uhr

Bosnien zieht Drehgenehmigung für Angelina Jolie zurück

Sarajevo. Die bosnische Regierung hat Angelina Jolie (35) die Erlaubnis für den Dreh ihres neuen Film entzogen, nachdem es deswegen zu heftigen Protesten von einer Gruppe von Frauen kam, die Opfer schwerer Greueltaten wurden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ‘AFP’ erzählte der Kulturminister Gavrilo Grahovac von der muslimisch-kroatischen Föderation einem bosnischen Radiosender, dass er der Schauspielerin die Dreharbeiten in der Stadt Sarajevo als auch in der zentralgelegenen Stadt Zenica verbot.

“Sie haben die Genehmigung nicht mehr, in Bosnien zu drehen. Sie werden sie wieder bekommen, wenn sie uns das Drehbuch mit einer Geschichte schicken, die anders ist, als diese, die wir von Leuten hörten, die es gelesen haben”, so Grahovac in seiner absurden Begründung!

Die Geschichte des Films stieß auf Empörung, als bekannt wurde, dass es sich dabei um eine Liebesbeziehung zwischen einer muslimischen Frau und einem Serben handelt, der sie zuvor vergewaltigte. “Wir wollen unsere Missbilligung für die Dreharbeiten eines Films ausdrücken, der nicht die Wahrheit erzählt und eine große Zahl von Opfern verletzt”, fügte der Kulturminister hinzu.

Die Vorgesetzte der Vereinigung ‘Frauen Opfer des Krieges’ Bakira Hasecic sprach sich ebenfalls gegen das Filmprojekt aus und sagte:”Das ist eine irreführende Geschichte. Unter tausenden Aussagen von Frauen, die während des Krieges vergewaltigt wurden, gibt es keine Einzige, die von einer Liebesgeschichte zwischen einem Opfer und ihrem Vergewaltiger erzählt. Wir werden niemandem erlauben, unseren Schmerz so zu verfälschen.”