Donnerstag, 14. Oktober 2010, 12:58 Uhr

Daniel Radcliffe: "In 30 Jahren werden wir die Lehrer in den Remakes sein"

Hamburg. Mit dem ersten Teil von “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” (Kinostart: 18. November) steuert die Zauberer-Saga auf ihr apokalyptisches Finale zu, Teil 2 folgt im Juli2011. Die langen Dreharbeiten forderten den Akteuren viel ab. “Es war immer schön, aber es schien nie zu enden”, so Potter-Star Daniel Radcliffe im Gespräch mit der Kinozeitschrift ‘Empire’.

“Man glaubt gar nicht, wie viel Technikkram dazu gehört.” Dafür biete aber insbesondere der zweite Teil ungeheuer viel Action. “Die Schlacht um Hogwarts ist unglaublich”, schwärmt der 21-Jährige. “Und wir haben es geschafft, dennoch Story und Figuren in den Mittelpunkt zu stellen.” Nur mit zwei lange vorbereiteten
Schlüsselszenen ist der Jungstar nicht zufrieden. “Am Ende war ich in keiner der beiden brillant, weil ich mich immer total unter Druck setze, was sehr dumm ist”, sagt Radcliffe selbstkritisch.

Filmpartnerin Emma Watson fand weniger die Länge als den Inhalt des Zweiteilers anstrengend. “Diese letzten beiden Filme haben mir physisch und emotional viel mehr abverlangt”, berichtet die 20-Jährige. Diverse Folterszenen sowie die Kampf- und Zauberszenen, bei denen viel Pyrotechnik zum Einsatz kommt, hätten sie sehr belastet. “Ich fühlte mich wie bei der Armee”, sagt Watson. Für die Presse allerdings sei nur der lang erwartete Kuss zwischen Hermine und Ron wichtig gewesen. “Peinlich: Wir konnten nicht aufhören zu lachen”, berichtet Watson. “Das schönste war, dass wir uns vorher angesehen haben und meinten: Gott, das wird furchtbar, oder?”

Wehmut über den Abschluss der Reihe, aber auch Erleichterung über die neue Freiheit halten sich bei den Jungstars die Waage. “Dieser Film wird vermutlich der längste Dreh sein, den ich in meiner Karriere je haben werde”, sagt Daniel Radcliffe, der sich ein endgültiges Ende von Harry Potter noch nicht ganz vorstellen kann: “In dreißig Jahren werden wir wahrscheinlich die Lehrer in den Remakes spielen.”