Freitag, 15. Oktober 2010, 12:11 Uhr

Daniel Radcliffe: "Ich sah aus wie ein Mitglied der Glamrock-Band Sweet"

Hamburg. Wenn am 18. November das letzte Potter-Abenteuer “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes” in die Kinos kommt wird nichts so sein wie in den sechs Filmen seit 2001. Das große Finale wird bekanntlich auf zwei Filme aufgeteilt. Man habe schon seit dem vierten Buch darüber nachgedacht, verrät Produzent David Barron im Gespräch mit der Programmzeitschrift TV-Digital. “Die Bücher wurden dicker und dicker, und wir mussten immer mehr weglassen. Aber jetzt wollte Joanne K. Rowling zwei Teile. Es sollte so wenig wie möglich verloren gehen.”

Beide Filme werden einen sehr unterschiedlichen Charakter haben: Teil 1 spielt erstmals nicht in Hogwarts, sondern ist fast ein Roadmovie. “Der erste Teil wird rau und sehr hart”, erklärt Regisseur David Yates. Der zweite (Start 14. Juli 2011) wird ein Actionfilm. “Eine richtige Oper, sehr spektakulär”, verspricht der Regisseur. Und diese Oper kommt auch in 3-D-Technik in die Kinos – Teil eins hingegen wird aus Zeitgründen nur zweidimensional zu sehen sein. Sehr seltsam!

Ein emotionaler Moment für Hauptdarsteller David Radcliffe war ganz sicher die letzte Klappe in den alten Studios von Leavesden, 30 Kilometer nordwestlich von London. Die seien zwar mittlerweile ein bisschen marode, verriet er dem Reporter bei einem Rundgang durch die Kulissen. “Wenn jemand in 50 Meter Entfernung hustet, kannst du eigentlich gleich alles noch einmal drehen.” Dennoch hängt Radcliffe an diesem Ort, an dem er zum Star wurde: “Es ist wie ein zweites Zuhause. Früher habe ich mich oft auf dem Set versteckt, um nicht zur Schule gehen zu müssen.”

Sehr viel Spaß hatte Radcliffe in Leavesden zudem. Bei diesem siebten Film ganz besonders an einer Szene, in der sich sieben Freunde mithilfe des Vielsaft-Tranks in Harry verwandeln. “Eine Szene, die ich einmal stolz meinen Kindern zeigen werde! Ich trug die hautengen Sachen und den BH von Clémence Poésy – also nicht genau ihre, das hätte sie nicht gewollt, glaube ich – und sah aus wie ein Mitglied der 70er-Glamrock-Band The Sweet.”