Montag, 18. Oktober 2010, 18:05 Uhr

RTL-Boxen: Shannon Briggs liegt auf Intensivstation, ist aber ansprechbar

Köln. Der amerikanische Schwergewichtsboxer Shannon Briggs liegt nach seiner Niederlage gegen Vitali Klitschko weiterhin auf der Intensivstation der Uniklinik in Hamburg Eppendorf, ist aber ansprechbar. Das erfuhr RTL direkt aus seinemUmfeld. Danach sollen die Untersuchungen in der Nacht und am heutigen Morgen ergeben haben, dass Briggs je eine Fraktur unter dem rechten und über dem linken Auge erlitten hat. Sein Gesicht sei zudem stark geschwollen. Darüber hinaus soll er sich bereits in der 1. Runde einen Sehnen- und Muskelriss im linken Arm zugezogen haben. Eine zunäcst befürchtete Gehirnblutung konnte jedoch durch eine Computertomografie ausgeschlossen werden.

Briggs’ deutscher Berater Volker Gruber sagt in einem RTL-Interview: “Er kann wieder flüssig reden. Er artikuliert sich wieder absolut verständlich. Er hat natürlich erhebliche Schmerzen, steht unter Schmerzmitteln.”

Der 38-Jährige Asthmatiker Shannon Briggs war unmittelbar nach seiner 12-Runden-Niederlage, in der er insgesamt 171 schwerste Volltreffer und 750.000 Dollar Honorar oder eben Schmerzensgeld kassierte, mit Blaulicht abtransportiert worden.

“Man hätte den Kampf auch ein bisschen früher abbrechen können wegen des gesundheitlichen Zustands”, erklärte der 39-Jährige Vitali Klitschko nach einem Besuch bei Briggs in der Klinik. Briggs-Manager Cohen sagte dazu, warum der ungleiche Kampf nicht abgebrochen wurde: “Ich hätte den Kampf aufgegeben, aber Shannon wollte unbedingt weiter boxen und hat das seiner Ecke gesagt. Ich wünschte, sie hätten nicht auf ihn gehört.”

Briggs selbst hat sich heute zu Wort gemeldet und ließ ausrichten: “Nach verschiedenen Untersuchungen haben die Ärzte keine schwerwiegenden Kopfverletzungen festgestellt.”

Foto oben: RTL/Timo Schaube