Mittwoch, 20. Oktober 2010, 19:32 Uhr

Modedesigner Michael Kors wurde als Schwulette schikaniert

Los Angeles. Modedesigner Michael Kors (51) hat sich einer Kampagne angeschlossen, die homosexuellen Jugendlichen helfen soll, die von ihrer Umgebung tyrannisiert werden. Auslöser der Initiative war der Selbstmord des homosexuellen Studenten Tyler Clementi, der von seinen Mitstudenten heimlich bei einem Date mit einem Mann gefilmt wurde. Die Aufnahmen wurden über das Internet verbreitet, und der begabte Violinist sah keinen Ausweg, als sich in einen Fluss zu stürzen. Die Tat hat in den USA für Entsetzen gesorgt.

Neben Kors haben sich Ellen Degeneres, Eva Mendes und Jessica Alba an der Aktion beteiligt.

In einem Video spricht der Modeprofi nun von seinen Erfahrungen als Jugendlicher: “Hallo, mein Name ist Michael Kors und ich bin hier, um euch zu sagen, dass es besser werden wird”, erklärte er in einem Video. “Wisst ihr was – als ich aufgewachsen bin, wurde ich mit jedem Namen, den man sich nur denken kann, beschimpft. Es war kein Spaß. Schwuchtel, Schwulette – ich habe es gehört. Ich war nicht der Junge im Baseballteam, ich war nicht der Typ auf dem Footballfeld. Ich war ein Einzelkind und saß in meinem Zimmer und habe den ganzen Tag gezeichnet. Meine Idee von Spaß war shoppen am Nachmittag.”

Der Amerikaner hat schon Stars wie Jennifer Lopez, Heidi Klum und Catherine Zeta-Jones eingekleidet. Er möchte, dass die Kinder, die zu kämpfen haben, wissen, dass sie ihre Einzigartigkeit später zu schätzen wissen werden. “Wisst ihr was – ihr fühlt euch anders. Ihr fühlt euch wirklich anders, ihr passt nicht rein. Ihr seid anders, aber dieses Anderssein wird eines Tages großartig sein. Ja, es ist jetzt hart, anders zu sein, aber denkt auch daran, wie großartig ihr seid. Wenn ihr wisst, wie großartig ihr seid, werdet ihr eines Tages sehen, dass es eine tolle Sache war. Wenn ich wie jeder andere gewesen wäre, dann hätte ich nicht das machen können, was ich heute tue. Ich wäre nicht Michael Kors geworden. Also vergesst nicht – es wird besser”, beschwor Michael Kors die homosexuellen Jugendlichen. (Cover)