Montag, 22. November 2010, 23:26 Uhr

Wilson Gonzales Ochsenknecht will keine Teenie-Filme mehr drehen

Berlin. Wilson Gonzales Ochsenknecht (20) hat nicht vor, seinen Fans zuliebe immer dieselben Filme zu drehen. Der Jungstar (‘Gangs’) spielte in ‘Habermann’ gerade einen Jungen, der sich den Nationalsozialisten anschließt – ein Imagewechsel nach Teenie-Streifen wie ‘Die wilden Kerle’ und ‘Freche Mädchen’.

“Mir ist es egal, was meine Fans denken. Sie müssen verstehen, dass ich Schauspieler bin und mich weiterentwickeln will”, betonte Gonzales im Interview mit der ‘Bild am Sonntag’ und unterstrich; “Ich kann nicht stehenbleiben oder zurück zu den Teenie-Filmen gehen, die ich noch vor zwei Jahren gespielt habe. Das tut mir persönlich und beruflich nicht gut. Sonst wäre mit der Schauspielerei jetzt schon Schluss, und ich müsste ins ‘Dschungelcamp’.”

In seiner Familie wird der neue Schritt unterschiedlich aufgenommen. Während Vater Uwe Ochsenknecht stolz ist, scheint Bruder Jimi Blue, ebenfalls Sänger und Schauspieler, sich noch nicht geäußert zu haben.
“Als ich diese Rolle angenommen habe, hat mich mein Vater zum ersten Mal richtig gelobt. Er sagte, dass ich den richtigen Weg gehe. Und mein Vater ist sehr sparsam mit Lob”, erinnerte sich der Rocker und verriet über seinen Bruder: “Er traut sich nicht, mir seine ehrliche Meinung zu sagen. Manchmal hat man bei Menschen, die einem nahestehen, eher Hemmungen, bestimmte Dinge auszudrücken. Man hat Angst, den anderen zu verletzen oder ist selbst zu schüchtern.”

Die Brüder sind seit jeher sehr verschieden. Nicht nur, dass Wilson Gonzales Rock liebt, während sein Bruder auf Hip-Hop steht: “Ich bin eher zurückhaltend, schüchtern, verletzlich und nachdenklich. Aber ich weiß, was ich will. Jimi ist Steinbock, geht also mit dem Kopf durch die Wand. Er macht was er will, ohne nachzudenken – und hat auch zu allem immer sofort eine Meinung. Ich sehe die Dinge differenzierter”, versuchte Ochsenknecht sich und seinen Bruder zu charakterisieren.

Dass seine Eltern Uwe und Natascha Ochsenknecht sich nach 20 Jahren Ehe scheiden lassen, findet das Jungtalent nicht tragisch – immerhin passierte die Trennung nicht von heute auf morgen.
“Als sie sich getrennt haben, fand ich es gut, weil sie jetzt glücklicher sind. Und das ist für mich am wichtigsten. Vor 50 Jahren hat man sich noch geschworen, ‘bis dass der Tod euch scheidet’ zusammenzubleiben. Heute ist es erlaubt, auf sein Herz zu hören und sich scheiden zu lassen”, erklärte Wilson Gonzales Ochsenknecht. (Cover)