Donnerstag, 25. November 2010, 17:58 Uhr

Colin Farrell fand Paparazzi verdreschen doch nicht so toll

Los Angeles. Colin Farrell (34) hatte sich die Dreharbeiten für eine Szene in seinem neuen Film, in der sein Charakter mit Paparazzi kämpft, spaßiger vorgestellt als sie tatsächlich war. Der irische Mime (‘Miami Vice’) hat in der Vergangenheit nicht nur mit seinem Schauspieltalent Schlagzeilen gemacht, sondern auch mit seinem Privatleben, wobei er sehr offen über seine wilden Party-Jahre gesprochen hat. Er hat einen Entzug hinter sich und war in einem privaten Sexvideo zu sehen, das veröffentlicht wurde. Der Star gesteht, dass das, was er durchgemacht hat, ihn erpicht darauf machte, sein Privatleben privat zu halten. Aus diesem Grund dachte er auch, er würde es genießen, für eine Szene seines neuen Streifens ‘London Boulevard’ Fotografen zu vermöbeln. Als der Dreh stattfand, war die Erfahrung jedoch nicht so reinigend, wie er es erwartet hatte.

“Als ich es las, dachte ich, ich würde mehr Spaß haben – dass mehr eines schwachen, verdünnten, persönlichen Gerechtigkeitsgefühls verspürt würde”, erklärte er der ‘BBC’. “Ich hatte über die Jahre meine Zusammenstöße mit den guten Jungs mit den Kameras, daher brachte es mich zum Lachen”, fügte er hinzu.

“Ich weiß, dass ich das Konzept genoss, dass jemand auf diesem Wege körperliche Vergeltung bekommt. Indem ich es jedoch tat, wurde es einfach zu einer weiteren Szene. Ich war genug in Mitch [sein Filmcharakter Mitchell] investiert, dass ich meine eigene persönliche Beziehung dazu nicht mehr hatte.”
Der Akteur verbrachte eine Menge Zeit damit, sich auf seine Rolle vorzubereiten, bei der er einen Ex-Knacki spielt, der von einem Londoner Bandenchef umworben wird, sich dessen Gang anzuschließen. Farrell mischte sich unter Menschen, mit denen er sich normalerweise nicht treffen würde, um ein wenig Perspektive auf seinen Part zu bekommen. Er verbrachte Zeit mit Menschen, die Probleme mit dem Gesetz hatten, was ihm dabei half, ein gutes Gefühl für seine Rolle zu bekommen.

Der Star ging mit dem Gefühl, dass es für den Film wichtig sei, einen Sinn für Kameradschaft zwischen den Charakteren zu haben, da das die wichtigste Sache war, derer er Zeuge wurde. “Ich habe über die Jahre viele Menschen kennengelernt, die einen Überfluss an Erfahrungen haben, an denen ich mich bedienen konnte”, erklärte er. “Für diesen Film verbrachte ich etwas Zeit mit ein paar Kerlen in London, die in früheren Jahren Streit mit dem Gesetz hatten. Die eine Sache, die ich sah, war das Level an Brüderschaft in dieser kriminellen Welt.”

“Es gibt einen großartigen Sinn für Einheit und Gemeinschaft – ein wahrer Sinn für Ort und Zugehörigkeit”, begeisterte sich Colin Farrell. Ccover)