Dienstag, 04. Januar 2011, 13:09 Uhr

Danny Boyle: Amputations-Szene in "127 Hours" ist nicht schlimm

Los Angeles. Gar nicht fies: Danny Boyle (54) findet die Amputations-Szene in seinem neuen Film ‘127 Jours’ nicht so furchterregend. Der Regisseur (‘Slumdog Millionär’) promotet gerade sein neuestes Drama, in dem James Franco den Bergsteiger Aron Ralston spielt, der in eine Felsspalte fällt und sich selbst seinen Unterarm amputieren muss, um sich aus der misslichen Situation zu befreien.

Einige Kinozuschauer sind bereits bei der Szene in Ohnmacht gefallen, aber Boyle besteht darauf, dass es so schlimm gar nicht sei und einige im Kinosaal sogar gejubelt hätten. “Es gibt ein paar Leute, die es hart finden. Man stellt sich viel mehr vor, als das, was man eigentlich sieht. Mit guter Schauspielerei schafft man das”, beruhigte der Oscar-Gewinner in einem Interview mit der ‘BBC’. “Viele Leute haben sich aber mitreißen lassen, es ist fast wie eine Zeremonie, weil es ja sein Weg ist, herauszukommen. Einige Zuschauer in Amerika haben gejubelt, sie sind aus ihren Sitzen gesprungen.”

Boyle hat 2008 für ‘Slumdog Millionär’ unter anderem einen Oscar als bester Regisseur bekommen. Der Film handelte von einem Teenager in Bombai, der an einem Fernsehquiz teilgenommen hat. Es wird dabei gesungen und getanzt. Obwohl ‘Slumdog’ und ‘127 Hours’ auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben, sieht der Regisseur Ähnlichkeiten: “Es war in einer Art ein wunderbarer Kontrast, aber dann doch wieder ähnlich. Es ist ein ‘Feelgood’-Film, denn trotz allem kommt er heraus aus den widrigen Umständen. Er greift nach dem Leben und bekommt eine neue Chance, und das basiert auf dieser Verbindung und dem Verständnis, wie wichtig die Menschen für ihn sind”, erklärte Danny Boyle die Essenz seines neuen Filmes ‘127 Hours’.