Montag, 10. Januar 2011, 13:45 Uhr

Jungstar Franz Dinda über Liebe, Freundschaft und Nostalgie

München. “Musikexpress Gentleman Of The Year” Franz Dinda ist zweifelsfrei einer der vielversprechendsten Jungschauspieler Deutschlands. Mit seinem Gedichtband „Ein BilderReimbuch über Liebe“ hat er sich nun auch als Schriftsteller versucht. „Gedichte sind für mich eine verdichtete Form von Ehrlichkeit. Von großem Gefühl. Ich schreibe wahnsinnig gerne Gedichte“, sagt Dinda im Interview mit dem Style-Magazin ‘Glamour’. Seine Werke widme er gerne den Frauen: „Aber ich verteile sie nicht inflationär. Das wäre dann ja eine Masche.“

Dem Glauben an die eine große Liebe steht Dinda jedoch skeptisch gegenüber: „Ich glaube, dass Liebe in unserer Zeit unwahrscheinlicher geworden ist. Liebe verlangt Entscheidungen. Aber heute haben wir so viele Optionen, dass wir nicht so einfach Frieden schließen ko?nnen mit der einen Entscheidung für den einen Menschen. Vernunftehen, wie sie früher üblich waren, sind vielleicht gar nicht so grausam, wie man meint.“ Für den Schauspieler steht der Begriff Liebe jedoch für weit mehr als nur für die Beziehung zu einer Frau: „Freundschaft ist ja auch eine Form von Liebe. Freundschaft ist mir das Allerwichtigste. In meinem Ring sind die Initialen meiner besten Freunde eingraviert. Wenn ich diese drei Menschen nicht hätte, fände ich das Leben schon erbärmlich.“

Franz Dinda ist zwar erst 27 Jahre alt, bezeichnet sich selbst aber als „gnadenlosen Nostalgiker“. Nachvollziehbar, wenn der Schauspieler über seine Leidenschaft für Briefpapier spricht: „Ich habe in meinem Leben schon für viel Geld Briefpapier gekauft. Stapelweise Büttenpapier. Diplomatenkuverts. Umschläge aus Seidenpapier. Ich mache mein Umfeld fertig damit. Gerade lasse ich Briefpapier anfertigen, von einem der letzten Buchdrucker, die mit Bleisatz arbeiten. Mit roter Schnittkante. Ich nehme so etwas in die Hand und bin glücklich.“

Foto: AEDT/Wenn.com