Mittwoch, 12. Januar 2011, 23:00 Uhr

Usher bringt Berlin zum Toben: Halle ausverkauft - Konzert abgesagt

Berlin. US-Superstar Usher (32) hat es heute geschafft eine völlig ausverkaufte O2-World zum Toben zu bringen, ohne dass er die Bühne überhaupt betrat. Jedoch nicht mit einer atemberaubenden Show – wie sie Tausende Fans erwartet haben – sondern mit einer Konzertabsage die doch etwas ungewöhnlich daherkommt.

Eine halbe Stunde nach dem geplanten Auftritt kam um 21.17 Uhr kam das Management auf die Bühne und verkündete, dass der Arzt gerade bei ihm sei und der Superstar die zweistündige Show nicht mit voller Power durchstehen könne.

Da hatte die Vorband Tinie Tempah bereits ihren Job getan.

Welche mysteriöse Krankheit Usher bei dem ersten von nur zwei Deutschlandkonzerten so plötzlich ereilte, wurde nicht mitgeteilt. Man mutmaßt über einen viralen Infekt. Böse Zungen behaupten jedoch, dass Usher am Vortag zu tief ins Glas geschaut habe und nun schwächelt.

Heute Nachmittag war jedenfalls noch alles in Ordnung – da probte der Superstar in der Arena.

Das Konzert soll morgen nachgeholt werden. Die Fans sind trotzdem sauer. Stinksauer. Mitarbeiter in der O2-World wurden beschimpft, es kam zu tumultartigen Szenen und auf der Social Network-Plattform Facebook machen enttäuschte Fans ihrem Ärger Luft.

Auf Ushers offizieller Fan-Seite fordern von weither angereiste Fans Schadenersatz für Flug- und Hotelkosten. Die Usher-Anhänger beschimpfen ihr (einstiges) Idol als unprofessionell und glauben nicht daran, dass das Konzert morgen Abend stattfinden wird.

Ein Gutes hat die Sache jedoch auf jeden Fall – und zwar für diejenigen, denen es nicht gelungen ist, Karten für die begehrte Show zu ergattern. Die Tix dürften morgen zu Schleuderpreisen zu haben sein…

Wir sind auf jeden Fall gespannt, ob Usher bis morgen Abend so weit genesen ist, um wie versprochen das Konzert nachzuholen. Sofern es die Ereignisse erfordern, berichten wir live vom Krankenlager – ansonsten morgen Abend aus der O2-World.

Stay tuned.

Fotos: SonyMusic/Frank Micelotta