Freitag, 14. Januar 2011, 11:19 Uhr

Mathieu Carrière und Indira Weis treten zur ersten Dschungelprüfung an

Köln. TV-Star Mathieu Carrière und Indira Weis wurden vorab von den RTL-Zuschauern gewählt, zur ersten Dschungelprüfung heute Abend anzutreten. Der 60-jährige Carrieré gilt unter seinen Film-Kollegen als extrem schwierig und man darf gespannt sein, in welcher Art und Weise er jetzt den anderen mehr oder weniger prominenten Campbewohnern die Hölle heiß macht. Wenn überhaupt! Wir stellen den Mann in unserer Porträtserie über die Campbewohner vor.

“Ich bin neugierig, ich war Pfadfinder, ich war im Gefängnis und jetzt muss ich in den Dschungel”, sagte er zu seinen Dschungelambitionen und fügte hinzu: “Ich war freiwillig zehn Tage im Knast, weil ich gegen ein ungerechtes Urteil protestieren wollte. Es war eine wichtige Erfahrung, denn ich habe dort viel gelernt.”

Mathieu Carrière hält sich für “relativ angstfrei. Ich habe nur Angst vor Dingen, die ich nicht kontrollieren kann.”

Mit seiner Teilnahme am Dschungelcamp erhoffe er sich einen therapeutischen Effekt, “denn ich möchte zum einen mit dem Rauchen aufhören und zum anderen meine Impulse unter Kontrolle bekommen. Meine Mutter hat ein bisschen Angst, weil sie glaubt es ist gefährlich. Sie wird im Februar 91 Jahre alt. Mein Vater sieht es entspannter, denn er sagt, ich sei ein Entertainer und werde es schon schaffen. Er wird 90 Jahre alt im nächsten Jahr.”

Der Schauspieler erklärte auch, wo seine Schamgrenze liegt, schließlich gibt es keine richtige Dusche und nur ein Plumpsklo: “Wenn man älter wird, wird die Scham größer. Ich glaube aber auch, dass die Frustrationstoleranz größer wird. Ich habe damit kein Problem und das Plumpsklo muss immer nur sauber gemacht werden. Jeder muss mit anpacken, dass gehört zum Leben in einem Camp dazu.”

Über seine mögliche Rolle im Camp sagte Carrière: “Ich werde versuchen zu vermitteln und als Team-Player agieren. Ich hoffe, ich treffe ein paar nette Menschen, vielleicht gewinne ich auch neue Freunde. Aber vielleicht wird auch alles anders und ich verlasse das Camp mit einer blutigen Schnauze.”

Mathieu Carrière besuchte das humanistische Gymnasium “Katharineum” in Lübeck und ab 1967 das Jesuiteninternat in Vannes/Bretagne, wo er Französisch lernte. 1969 machte er das Abitur und zog dann nach Paris. In Vincennes und St. Denis studierte er neben seiner Filmarbeit bis 1978 Philosophie.

1965 erhielt er seine erste Hauptrolle unter der Regie von Volker Schlöndorff in “Der junge Törless”. Seit 1970 war Mathieu Carrière meist beim französischen Film tätig und arbeitete hier mit führenden Regisseuren zusammen. 1974 machte Mathieu Carrière mit Tranvesten-Auftritten im “Alkazar de Paris” Furore, und ab 1975 war er am Théâtre National de Paris engagiert. Er spielte hier u.a. die Titelrolle in “Portrait de Dorian Gray”. Neben der Theaterarbeit, die Mathieu Carrière auch zu den Salzburger Festspielen (1981 St. Just in “Dantons Tod”) und auf Tournee führte, setzte Mathieu Carrière seine Filmkarriere mit großem Erfolg fort.

Berühmt wurde er in den 70er Jahren mit Filmen wie u. a. Roger Vadims “Don Juan” (1973) und Schlöndorffs “Der Fangschuss” (1976). 1982 spielte Mathieu Carrière mit der Hauptrolle des Chris in Robert von Ackerens “Die flambierte Frau” einen seiner populärsten Parts in einem deutschen Film. Danach ging es mit Filmen Schlag auf Schlag.

Im Juni 2006 sorgte eine Aktion des Schauspielers für Aufsehen. Er lässt sich mit Dornenkrone und Lendenschurz bekleidet vor dem Bundesjustizministerium an ein Kreuz binden, um für eine Reform des Kindschaftsrechtes in Deutschland zu werben. Carrière, der sich mit seiner früheren Lebensgefährtin im Sorgerechtsstreit um die gemeinsame Tochter befindet, will damit gegen die Benachteiligung von unverheirateten Eltern nach Trennungen protestieren.

2010 wagte er sich in der dritten Staffel des RTL-Showhighlights “Let´s Dance” auf das Tanzparkett. Im März 2011 kommt sein erster Roman “Im Innern der Seifenblase” raus. Im Januar 2011 zieht Mathieu Carrière in der fünften Staffel von “Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” in das RTL-Dschungelcamp.

Fotos: RTL/Stefan Menne, Stefan Gregorowius

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