Sonntag, 16. Januar 2011, 14:20 Uhr

Joelina Drews: "Meine Songs werden zuerst in den USA veröffentlicht"

Berlin. Joelina Drews ist die 15-jährige Tochter von Ramona und Jürgen Drews und hatte erst letzte Woche ihren ersten größeren öffentlichen Auftritt als englisch-singender Teeniestar auf dem Berliner Presseball. klatsch-tratsch.de sprach mit Joelina über ihr Leben zwischen Dülmen-Rorup und Amerika, ein erstes Album und den berühmten Vater.

Joelina, der Andrang der Fotografen beim Presseball war riesig. Wie war es?
Für mich war das total schön. Ich mag es, wenn ich fotografiert werde und bei solch einer Gelegenheit im Mittelpunkt stehe.

Du hast u.a. ‘Beautiful’ und ‘Hurt’ von Christina Aguilera und deine erste eigene Single ‘Trendsetter’ gesungen. Das Publikum war begeistert. Wirst du jetzt nur noch englisch singen?
Ja. Ich habe vor in englischer Sprache zu singen im Bereich Pop. ‘Beautiful’ und ‘Hurt’ sind Balladen, die ich sehr mag. Popsongs von Pink oder Lady Gaga singe ich auch gern.

Wer sind deine musikalischen Vorbilder und warum sind sie das?
Mein absolutes Vorbild ist Michael Jackson. Von seinen Bühnenshows bin ich sehr beeindruckt, denn es war einzigartig wie er Gesang, Tanz und Show verbunden hat. Außerdem bewundere ich die Stimmen von Christina Aguilera, Whitney Houston und Céline Dion. Schlager sind nicht so meine Musikrichtung. Die höre ich eher weniger. Ich verstehe es aber, wenn Leute Schlager gut finden.

Momentan bist du in der neunten Klasse und willst dann auch dein Abitur machen. Wie kriegt man denn das mit der Musikkarriere auf die Reihe?
Die erste Priorität ist für mich die Schule, da ich Abitur machen möchte. Bei mir ist es so, dass ich an Wochenenden oder wenn ich Ferien habe, ins Studio gehe und Songs aufnehme damit in Zukunft ein Album erscheinen kann. In der Schulzeit habe ich leider gar keine Zeit dafür, weil ich richtig viel machen muss. Deswegen habe ich auch immer nur einmal in der Woche Gesangsunterricht.

Sind deine Klassenkameraden nicht neidisch? Was sagen die dir? Und was sagen die Lehrer?
Ich lebe ja in einer kleinen Stadt und gehe auf eine ganz normale Schule. Niemand ist neidisch. Meine Klassenkameraden und die Lehrer freuen sich mit mir. Als ich nach den Winterferien den ersten Schultag hatte, kamen einige Mitschüler auf mich zu, denn sie hatten aus den Medien schon mitbekommen, dass ich nun meinen ersten eigenen Song veröffentliche. Natürlich freuen mich da positive Kommentare wie: „Wir haben dich in der Zeitung gesehen! Das war ja total cool! Wir freuen uns so für dich! Toll!“.

Die ‘Bild’-Zeitung schríeb “In Amerika ist Joelina ein Hit”, was übertrieben klingt. Wer es in den USA zum Star bringen will, muss präsent sein und Künstler aus dem Ausland haben es dort ja traditionell schwer durchzustarten. Was steht denn dort als nächstes an?
Mein erster Song ‘Trendsetter’ ist ja in den Discotheken dort sehr angesagt und wird in den USA rauf und runter gespielt. Ich bin auch in den ersten Club Charts aufgetaucht, aber noch nicht in den Billboard Charts, wie einige Medien schon berichteten.

Aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es ja noch. Ich werde in naher Zukunft auf jeden Fall mehrere Songs aufnehmen und diese werden wir in den USA als erstes veröffentlichen, weil ich mich dadurch auch von meinem Papa absetzen möchte, um nicht immer mit ihm verglichen zu werden. Ich möchte nicht in die Schlagerschublade gesteckt werden und eigene Kontakte aufbauen. Es wäre einfach zu sagen, mein Papa macht das schon für mich, aber ich möchte meine eigenen Erfahrungen machen.

Wie kam es zu dem Titel ‘Trendsetter’ und der Zusammenarbeit mit dem Schweizer Produzenten Al Walser?
Das war eine gute Geschichte, denn mein Vater kennt Al Walser schon seit über zehn Jahren. Sie haben sich damals auf der Neverland Ranch getroffen bei dem Geburtstag von Joe Jackson. Als Michael Jackson starb, schrieb Al Walser den Tribute Song und fragte viele Promis an, ob sie den Song singen und aufnehmen würden u.a. auch meinen Papa. Das machte er natürlich. Meine Mama kam dann auf die Idee zu fragen, ob ich nicht auch mitsingen könnte.

Wir haben es aufgenommen und zu Al Walser geschickt. Sie fanden es klasse. So kam der Kontakt zwischen Al Walser und mir zustande. Er war von meiner Stimme begeistert.. Im letzten Sommer hat er uns ‘Trendsetter’ zugeschickt und gefragt, wie wir ihn finden. Er gefiel mir auf Anhieb total gut, denn es ist eine Musik die ich auch gern höre. Ich habe ‘Trendsetter’ eingesungen und ihm das Ergebnis zugeschickt. Er hatte mich dabei über Skype gecoacht. Das nun alles so schnell ging und ich nun schon meinen ersten eigenen Song auf den Markt bringe, war also absolut ungeplant. Aber ein toller Zufall, welcher mir viel Spass macht.

Wann kommt der Song in Deutschland raus?
Bisher wissen wir noch nicht genau, wann der Song in Deutschland zu kaufen sein wird, aber in einigen Wochen, im Februar oder März wird man ihn auch in Deutschland kaufen können.

Sicher wirst du oft auf deinen berühmten Vater Jürgen Drews angesprochen. Man hat ja den Eindruck, dass er bei seiner hübschen Tochter alles durchgehen lässt. Inwieweit ist er Vater, inwieweit Berater?
Beraten tut mich generell auch meine Mama. Meine Eltern lassen nicht alles durchgehen. Es gibt durchaus Grenzen. Zum Beispiel letzte Weihnachten: Meine Eltern meinten, ich habe das ganze Jahr über schon so manches bekommen, dann bekomme ich Weihnachten nichts. Das was für mich ok. Ich wurde dann aber doch überrascht mit einem iPhone und habe vor Freude geweint. Ich freue mich aber genauso über Kleinigkeiten, wenn Papa mir Zettelchen schreibt. Aber zurück zum Thema: Es ist mein größter Wunsch zu singen und da unterstützen mich meine Eltern auch.

Suchst du dir die stylischen Klamotten selber aus oder hilft deine Mama da mit?
Bei dem Video für ‘Trendsetter’ hat eine Stylistin die Sachen für mich ausgesucht. Der Name war Programm. Sie war einkaufen dafür und hat das Outfit zusammengestellt. Für den Presseball habe ich meine Kleidung selbst ausgewählt. Generell suche ich mir für die Bühne die Sachen selbst zusammen. Privat bin ich eine, die nicht auffallen möchte und da kleide ich mich eher dezent. Auf der Bühne darf man auffallen. Da ist es anders. Ansonsten berate ich eher Mama.

Bekommst Du schon Liebesbriefe?
Bisher habe ich noch keine Liebesbriefe bekommen. (lacht)

Deinen ersten Auftritt hattest du im Februar letzten Jahres in der Show von Carmen Nebel. Gemeinsam mit deinem Vater hast du Piano-Versionen seiner Hits gesungen. Wird es wieder Auftritte mit ihm geben?
Mit meinem Papa zusammen werde ich keine Auftritte machen. Ich möchte ja keine deutschen Schlager singen, sondern Pop.

Ist ein Album in Planung?
Ja, aber wann genau es herauskommt, kann ich noch nicht sagen.Solange ich noch schulpflichtig bin, dauern solche Studioproduktionen natürlich etwas länger.
Aber auf meiner Website.www.joelinamusic.com, können sich meine Fans immer über alles Neue bei mir informieren!

Vielen Dank!
Das Interview führte Eva Magdon

Fotos: AEDT/Wenn.com, Manfred Esser