Dienstag, 18. Januar 2011, 13:33 Uhr

Dschungelcamp: Ist Drama-Queen Sarah ein Fall für den Psychiater?

Köln. Das hat sie nun davon: Auf der einen Seite Großmaul, auf der anderen Seite ein nur zu leicht durchschaubarer Jammerlappen: Sarah Knappik muß zur dritten Dschungelprüfung ran! Gestern hatte das Model angekündigt, das Dschungelcamp zu verlassen.

Nachdem Sarah verkündet hat, gehen zu wollen, verschwindet sie im Dschungeltelefon und alle anderen fangen fröhlich an zu singen: „Good by, Ciao Ciao, auf Wiedersehen. Die Zeit mit dir war wunderschön, wenn‘s am schönsten ist muss man gehen.”
Doch die taucht plötzlich wieder auf und verkündet, dass sie erneut zur Dschungelprüfung antreten möchte und die Entscheidung über den Auszug erst einmal verschiebt. So eine Scheiße aber auch…

Katy Karrenbauer versuchte, dann ein Gespräch mit Sarah über ihr Verhalten zu führen: „Du kommst so rüber, dass alle denken, dass du alles weißt. Und damit überschreitest du bei  manchen auch Grenzen. Du sagst immer ‚Ich weiß’. Ich bitte dich von Herzen, dich ein bisschen zurückzunehmen, weil sonst hast du hier keine guten Karten, sonst wird es schwierig für dich. Wir sind doch auch hier um was voneinander zu lernen. Lerne etwas anzunehmen.“

Sarah antwortet: „Ich bin halt manchmal verpeilt!“ Katy: „Das kann ja keiner ahnen, dass  du verpeilt bist. Du rennst hier rum als hättest du die Weisheit mit Löffeln gefuttert.“ Und auch im Gespräch mit dem Altersweisen Rainer Langhans muß Sarah Prügel einstecken: “Das ist nur ein Vorspiel. Die anderen wollen dich darauf vorbereiten, dass, wenn du dich so gibst wie du dich gibst, ihnen das nicht ausreicht. Was ich mich frage ist, warum geht so jemand wie du ins Dschungelcamp? Jemand wie du, der meint er wüsste schon alles, der meint,  er hat sein Leben oder sich im Griff. Ins Dschungelcamp geht nur jemand, der sich verändern will.“ Sarah: „Ich möchte hier wachsen und stärker werden….“

Rainer: „Warum willst du stärker werden? Du erzählst doch dauernd wie stark du bist. Du verkündest immer großartig, was du alles weißt, dass du deine Gefühle kennst. Das stimmt aber nicht, weil meiner Meinung nach ein anderer Teil in dir sehr wohl weiß, dass er noch eine ganze Menge lernen muss.“

Rainer: „Sichtbar ist, dass du ein ungehaltenes Wesen bist. Dass du so tust als wüsstest du alles und du hättest alles schon erfahren. Und da gibt es einen Widerspruch, weil du nicht damit umgehen kannst, dass du versagst. Weil du dich selbst runter machst!“ Sarah: „Aber ist das nicht deren Problem!“ Rainer: „Doch, weil in diesem Moment verhältst du dich den Menschen gegenüber merkwürdig. Sie fühlen sich dann nicht gesehen und denken  ‘was ist die bloß auf einem komischen Trip, lässt sich von niemandem was sagen, ist total beratungsresistent, hört nicht zu, ist nicht irgendwie Teil der Gruppe’. Und wegen deiner ganzen Verstopfung sagst du, ich kann nichts hören. Ich bin so mit mir beschäftigt mit meinen Problemen, dass ich euch nicht hören kann – sprich hören will. Und das empfinden alle, um es freundlich zu sagen, als unreif.“

Sarah hat nichts verstanden: „Aber ich bin ein Kämpfer, weißt du. Ich bin eine starke Frau, das weiß ich….“ Rainer fällt ihr ins Wort: „Nein, das bist du nämlich überhaupt nicht. Dass du dir das einredest ist ein Problem, weil du in den Situationen schwach bist.“ Sarah widerspricht: „Du kennst mein Leben nicht.“ Rainer: „Ich kenne dein Leben nicht, aber ich kenne dein Verhalten, und das sagt mir mehr als du mir jetzt erzählst, weil ich darin die Essenz deines Lebens in deinem Verhalten erkennen kann – wie Jeder hier. Du willst nicht hier sein, du willst dich nicht in die Gruppe integrieren – das zeigt doch auch dein Körper. Das heißt, du bist schwach, du bist asozial. Du bist nicht der Typ, der du dir dauernd einredest zu sein. So einfach ist das.“ Sarah: „Das stimmt alles nicht!“

Rainer: „OK, da würden die jetzt wieder sagen: beratungsresistent, hat gar keinen Zweck, mit der zu reden. Da kommt nichts an. Die ist auf ihrem Trip, ich bin, ich bin, ich bin – so sehen die dich.“ Sarah: „Ich finde das echt scheiße, und einen viel schlimmeren Charakterzug, einem Menschen das nicht zu sagen.“ Rainer: „Die sagen dir das, nur sie können es bisher noch nicht. Noch ist die Gruppe nicht so weit…sie beobachten es.“

Bezug nehmend darauf, dass Jay nach der Dschungelprüfung, von der beide geknickt wiedergekommen sind, wütend auf sie war, fragt Sarah: „Und was hatte der Jay für ein Problem mit mir?“ Rainer: „Er wird es dir noch selber sagen, aber er fand nicht gut, dass du, als er in seiner Kotze saß, gesagt hast, dass deine Prüfung viel schlimmer war.“ Sarah: „Das habe ich so nicht gesagt. Weißt du, das ist jetzt wieder so eine Kommunikationssache. Ich entscheide für mein Leben selber, was ich annehme und was nicht.“

Rainer: „Ich kann dir nur sagen, dass du dir was Falsches einbildest, noch nicht wirklich weißt,  was mit dir los ist. Du musst noch eine Menge lernen, nur weißt du es noch nicht.“ Ob Sarah die gut gemeinten Ratschläge doch noch versteht? Später am Tag gibt es wenigstens eine gute Nachricht für die 24-Jährige, sie kann endlich erfolgreich die Toilette aufsuchen und ist danach sichtlich erleichtert: „Der Himmel auf Erden!“, freut sich das Model.

Fotos und Text: RTL

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