Donnerstag, 20. Januar 2011, 14:22 Uhr

"100 Horrortage" - Dritter Teil: Menowin und gefälschte Autogramme

Berlin/München. Voraussichtlich am 25. Januar erscheint das Buch “Alles außer Fröhlich – 100 Horrortage”. Darin plaudert der Wiener Künstlermanager Helmut Werner über seine alptraumhafte, hundertägige Zusammenarbeit mit DSDS-Verlierer Menowin Fröhlich.

klatsch-tratsch.de veröffentlicht in einer Mini-Serie Auszüge aus dem Buch. Die Interviews mit Helmut Werner und Dieter-Bohlen-Intimus Graf Bernadotte führte Alois Gmeiner (A.G.).

Heute müssen die Fanowins ganz tapfer sein, denn womöglich ist der riune oder andere gar nicht im Besitz eines echten Autoramms ihres Idols.

Die Sache mit den Fälschungen!

Jetzt mal ganz ehrlich.  Wer würde denn nicht mal gerne Autogramme geben? Ganz professionell auf seine eigene Autogrammkarte. Bestürmt von Hunderten Fans, die alle eines wollen – mein Autogramm. Mancher würde seinen linken Arm dafür hergeben (nur den linken, den rechten Arm bräuchte derjenige ja für die Autogrammunterzeichnungsorgien).

Und da haben wir einen jungen Staranwärter, der gerade mal einige Wochen im Geschäft ist und der (man mag es kaum glauben), lässt doch tatsächlich seine Autogramme fälschen.  Natürlich kann man damit nicht irgendeine Person beauftragen. Es ist ja eine verantwortungsvoller Arbeit, quasi ein Vertrauensjob. Da muss schon jemand Hand anlegen, der davon eine Ahnung hat und das auch gelernt hat. Menowin will sich seine freien Minuten zwischen Bühne Sex und Pöbeleien nicht mit Autogramme schreiben verunzieren. Er lässt schreiben. Er lässt seinen Manager Helmut Werner schreiben. Tausende und Abertausende Autogramme.

Werner ist darin so geübt, dass er mich während eines Interviewtermins (mitten in der Nacht in der Lugner City) seine Künste sehen lässt. Ich kann es kaum glauben, vor meinen Augen wird eine idente Unterschrift nach der anderen aufs unschuldige Papier gezaubert.

A.G.: Nicht mal das hat er selbst gemacht?
Helmut Werner: Er hatte nach den ersten hundert Autogrammkarten keine  Lust mehr. „Mach mal Helmut – hab keinen Bock auf den  Scheiß – total langweilig.“

(wird fortgesetzt)

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Gryphon-Verlages München Fotos: Gryphon, wenn.com