Freitag, 21. Januar 2011, 10:55 Uhr

Rihanna: Chris Brown tut ihrem Vater leid

Los Angeles. Der Vater von Rihanna (22) “hat Mitleid” mit deren Ex-Freund Chris Brown (21), weil dieser so dramatisch abgestürzt ist. Der junge Hip-Hopper (‘Kiss, Kiss’) war zu einer fünfjährigen Bewährungsstrafe und sechs Monaten Sozialstunden verknackt worden, nachdem er zugegeben hatte, seine schöne Ex (‘Umbrella’) im Jahr 2009 in seinem Auto geschlagen, gebissen und gewürgt zu haben. Während die Karriere der R’n’B-Sängerin von einem Höhepunkt zum nächsten springt, nachdem sie sich von Brown trennte, hatte dieser arg zu kämpfen. Geschäfte weigerten sich, seine Platten zu führen und er fand es schwierig, Tickets für seine Shows zu verkaufen.

Rihannas Vater, Ronald Fenty, war entsetzt, als er von der Attacke gegen seine Tochter hörte, und verdammte den jungen Künstler öffentlich. Mittlerweile hat er den Vorfall jedoch hinter sich gelassen und erklärte, dass er glaube, Brown habe einen ausreichend hohen Preis für seine Taten gezahlt.
“Es war wirklich hart, die Fotos von ihr zusammengeschlagen zu sehen”, erinnerte sich Fenty im Interview mit der britischen Tageszeitung ‘The Sun’. “Aber ich habe ihm vergeben. Er hat durch einen dummen Fehler so viel verloren. Dass ich dafür sorge, dass er sich noch schlimmer fühlt, würde also keinen Sinn machen. Ich habe jetzt Mitleid für ihn.”

Das Verhältnis zwischen Rihanna und ihrem Vater, der früher drogensüchtig war, ist angespannt. Die Beauty, die mit vollem Namen Robyn Rihanna Fenty heißt, hatte eine schwere Kindheit aufgrund der Süchte ihres Vaters und musste ihn einmal wegen seines schlechten Verhaltens von einer ihrer Touren nach Hause schicken. Mittlerweile sprechen die beiden wieder miteinander und Fenty ist extrem stolz auf alles, was sein Spross erreicht hat. Er mag die Art, wie sie sich von anderen Künstlern ihrer Generation unterscheidet, und glaubt, dass sie ihr Talent von seiner Seite der Familie geerbt habe. “Ihre Mutter sagt, Robyn komme nach ihr, aber ich weiß, das Singen ist definitiv von mir. Meine Mutter und mein Vater singen, aber es setzte mit mir eine Generation aus”, erklärte er.

“Robyn hat ein besonderes Charisma. Sie ist charmant, klug und witzig – sie ist ein komplettes Paket. Sie mussten nichts an ihr machen. Sie musste keine falschen Brüste kriegen und nichts”, schwärmte Fenty und fügte hinzu: “Diese Promis leben in einer anderen Welt. Was immer sie wollen, bekommen sie auf einem Tablett serviert. Aber Robyn ist so nicht – sie mag noch immer ihr Hühnchen und ihre gekochten Eier.”
Die Stimme des Popstars habe zum ersten Mal Wirkung bei ihrem Vater gezeigt, als er sie im Alter von sieben Jahren singen hörte. Allerdings gesteht er, dass ihr Erfolg “aus heiterem Himmel kam”, da er nicht realisierte, dass sein Nachwuchs so erpicht auf eine Musikkarriere war. Er wusste allerdings, dass sich Rihanna ein besseres Leben wünschte, weil sie als Jugendliche alles tat, was sie konnte, um eigenes Geld zu verdienen.
“Sie verkaufte früher Zeug am Straßenrand, wie ich es tat. Sie kam raus vors Geschäft und stellte einen Ständer auf und verkaufte Hüte und Gürtel und Schals”, lachte der Vater von Rihanna: “Sie kaufte auch Süßigkeiten, steckte sie in Verpackungen und nahm sie mit zur Schule, um sie gegenProfit an ihre Freunde zu verkaufen.” (Cover)

Fotos: Benedict Campbell, Camilla Akranz