Mittwoch, 26. Januar 2011, 19:07 Uhr

80er-Jahre nicht totzukriegen: Die Briten-Newcomer "Mirrors" kommen

Berlin. Im vergangenen Herbst haben sich die britischen Newcomer Mirrors bereits einem breiten Publikum präsentieren können, als sie mit den Elektro-Heroen OMD in Deutschland auf Tour waren. Darüber hinaus haben sie auch schon für die letztjährige OMD-Single “Sister Mary Says” einen Remix beigesteuert. Nun erscheint mit “Ways To And End” der erste Vorbote ihres kommenden Albums “Lights And Offerings”, das hierzulande am 18. März erscheinen wird.

Bereits am 11. März erscheint die Single „Into The Heart“.

Die Band bezieht sich musikalisch genauso gerne auf XTC, PiL und Joy Division wie auf Basic Channel, Kraftwerk, Wolfgang Voigt und Tangerine Dream und sind als Band von einer „Rund-um-die-Uhr“ Ästhetik geprägt. „Uns gefällt die Vorstellung, dass die eigene Kunst das eigene Leben ist“ erklärt James. „Man ist, was man macht.“

Im Sommer 2009 gab die Band ihr Live-Debüt. Nach ersten Single-Veröffentlichungen auf Moshi Moshi und Pure Groove heuerten sie Ende 2009 beim Brightoner Label Skint an.

Von Beginn an war die Band längst nicht nur von der Musik geprägt, die sie auf ihren analogen Synthies produzieren. „Wir lieben alte Synthies. Sie verstimmen, die Programmierung ist ein Alptraum, aber genau deshalb mögen wir sie. Wir wollen nichts Überpoliertes und Überproduziertes.“
Visuelle Details, das Cover-Artwork (ihr Grafiker Jules Balme hat u.a. schon Cover für Bands wie The Clash entworfen) und natürlich ihr ,Look’ lassen sie einfach anders aussehen.

Von der Ästhetik ihrer Bühnenoptik bis zum ,Look’ ist das alles sehr selbstbestimmt. Zu ihrer bemerkenswerten Autarkie gehören eine gewisse Rastlosigkeit und der Ausdruck eines Unbehagens, die man so in den letzten Jahren selten gesehen hat.

Die Mirrors hatten bereits mit dem Produzenten Richard X zusammen gearbeitet. Dann zog sich die Band in die ländliche Idylle von Sussex und eine französische Hippiekommune zurück, um, angefeuert von einem gnadenlosen Do-it-yourself-Geist, der jeden Winkel ihrer Welt bestimmt, ihr Debütalbum selbst zu produzieren. Komplett autark und weggeschlossen in einem Zimmer, das vollgestopft war mit Schlafsäcken und alten Synthies nahmen sie im Frühsommer 2010 das ganze Album in nur einem Monat auf. Später wurde das Album in den New Yorker DFA Studios vom The Rapture-Mitglied Jonathan Kreinik abgemischt.