Samstag, 29. Januar 2011, 17:20 Uhr

Dschungelcamp 2011: Die Gewinner, die Verlierer

Berlin. Der Oberstrippenzieher Jay Khan (Sänger und Musikproduzent) ist raus, im Finale sind nun noch Peer Kusmagk (Moderator, Dschungelcamp-Schauspieler von der ganz miesen Sorte), Final-Ouotenfrau Katy Karrenbauer (kein Mensch weiß, warum sie im Finale ist) und Thomas Rupprath, der Ex-Schwimmer, der nicht anecken will.

Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer dieser Staffel?

Verlierer Jay Khan:
Der Berliner Sänger, eben frisch zusammengebrochen und in eine Klinik eingliefert, muß noch lernen, wie man bei einer Frau richtig zupackt! Mit abgeknicktem Handgelenk (siehe Foto) kommt mann nicht weit! Er glaubte alles im Griff zu haben und wurde von RTL vorgeführt wie kein anderer. Die halbe Nation lachte sich schlapp über diesen kleinen miesen Dschungelcamp-Wadenbeißer, der offenbar nach dem Motto handelte: Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Spätestens seit Sarah Dingens auspackte, welche Intrigen er zu spinnen plante, gings mit seiner Reputation abwärts. Er kann seine Haut eigentlich nur noch retten, in dem er zugibt, nicht ganz fair gewesen zu sein. Jobchancen: Als Autoverkäufer, Geldanlageberater oder Versicherungsverteter bestens geeignet. Da kann er den Leuten gefahrlos die Taschen vollhauen.

Lästerschwester Desiree Nick lästerte über den Rauswurf von Jay Khan: “Was kommt jetzt? Vielleicht ein Werbevertrag für Haartransplantationen?”

Er wird nicht zugeben, dass er das Spiel als Spiel begriffen hat und deshalb schnell in der Versenkung und hinterm Tresen seiner Bar ‘6 vorne’ in Berlin verschwinden.

Verliererin Indira:
Nettes Mädel mit ein bißchen erfolgreicher Vergangenheit. Steigt vielleicht zu sehr auf die gespielten Annäherungen des Dschungeltarzans Jay ein und nimmt es aber offenbar ernster, als es viele vermuten und wie ihre Äußerungen nach dem Auszug auch belegen. Verteidigt vehement ihr Affentheater mit Jay als ernsthaftes Romanze. Man hatte sie für weitaus klüger gehalten. Aber dann wäre sie auch nicht auf das Playboy-Cover gekommen. Fortan will sie ihr Privatleben vor der Öffentlichkeit schützen. Wieder so eine Masche um sich weiterhin interessant zu machen und die angebliche Liason mit Jay Khan am Köcheln zu halten.

Gewinnerin Sarah:
Hat von Anfang polarisiertund damit das Zeug zur wahren Hauptdarstellerin im Camp. Doch das hat ihr Jay Khan streitig gemacht. Wegen ihrer große n Klappe wurde sie durch die Zuschauer immer wieder zu den Prüfungen gewählt (es war aber auch zu schön ihr beim Versagen zuschauen zu dürfen).

Sarah ist eine Egomanin durch und durch (sonst würde sie ja in der Modelbranche nicht bestehen), aber nach außen hin so tun, als würde sie alles für das Team tun.

Erst die Coole mimen und dann ganz panisch Prüfungen abbrechen, ablehnen oder weitergeben.Aber wir dürfen nicht vergessen was sie alles durchmachen mußte: Die verschmähte Liebe von Jay, weil sie nicht so mitgespielt hat, wie er es angeblich plante, dann ihre schlimmsten Dschungelprüfungen, die gleichzeitig auch die schlimmsten aller Zeiten waren. Als sich das ganze Team gegen sie wendet, ist plötzlich die Fernsehnation für sie. Ganz großes Kino! Doch da war es schon zu spät.

Nicht vergessen ist die große Jay-Sarah-Verschwörung: Sagte sie nicht zu ihrem freiwilligen Auszug so was wie: “Ich kann nicht mit solchen Lügnern in einem Camp bleiben.”? Dabei hätte sie das Spiel ja mitgemacht, wenn Jay es mit ihr hätte durchziehen können. Jay hat sich aber an Indira rangemacht, das hat Sarah Dingens dann wohl nicht gefallen, und da lässt sie einen zwischen ihr und Jay geplanten Fake erst kurz vor Schluß auffliegen und bezeichnet ihn als Lügner und Schauspieler? Also ist sie doch von vornherein genauso mit der Lüge ins Camp eingezogen, und dann wirft sie es anderen vor? Sarah wird uns noch viel erklären müssen. Wir werden sie deshalb wohl in vielen Talkshows sehen…und das kann sie retten! Denn Ehrlichkeit kommt weiter und wird vom Zuschauer reichhaltig belohnt!

Gewinner Peer:
Er ging als Arschloch rein und als Sieger raus! Der vornehmlich als Dampframme Schauspieler outet sich im Camp als Sensibelchen. Er tut zum Teil mal ganz einfach so, als würde ihm das alles nahe gehen und entzieht sich aufreibenden Diskussionen dann mit Tränen in den Augen. Peer ist permanent überfordert. Nach seiner Parteinahme für Sarah wurde er als Opfer dargestellt. Aber das Stehaufmännchen gibt auch nicht im Dschungel auf. Die Nachrichten, die uns von draußen erreichen, vervollständigen das Bild. Denn dort wartet ja schon der Gerichtsvollzieher!  Dieses Image steht ihm gut: Der Loser, der über sich hinauswächst und ganz sicher deswegen auch Dschungelkönig wird.

Verlierer Mathieu:
An seine Aufrichtigkeit mag man aber nicht so recht glauben, dafür zeigte er insgesamt zu wenig persönliche Beteiligung am Geschehen und suchte zunächst immer die Funktion des neutralen Richters. Dass er dann aber die Initiative in die falsche Richtung ergriffen hat, als es um den Eklat zwischen Sarah und Jay ging, lässt vermuten, dass hier nicht der Glaube an Jay den Ausschlag gegeben hat, sondern eher das Verhalten von Sarah, dass ihn einfach nur tierisch genervt hat. Dann hat er, ohne der Sache auf den Grund zu gehen, seinen besten Dschungelfreund Peer fallen lassen. Als erfahrener Schauspieler hätte er jedoch bestimmte Zeichen ganz sicher auch anders deuten können. Mathieu hat die ganze Comedy nicht als Spiel begriffen.

Nur sein Verstand hat ihn aber nach seinem Auszug doch noch gerettet: Er hat sich öffentlich entschuldigt und damit seine Reputation gerettet. Doch sein Verstand hätte er im Camp einschalten  müssen!

So-La-La Gewinnerin Katy:
Naja, Katy entspricht so ziemlich dem, was man von ihr erwartet: Ruppiges Äußeres, aber durchaus sympathisch.

Und genau das ist es, was sie auch im Camp vorlebt. Sie scheut sich nicht, auch mal klare Worte in den Mund zu nehmen, direkt zu fragen und auf direkte, klare Antworten zu bestehen. Kathy reißt sich kein Bein aus wenn sie mal lauter werden muss oder einem Mitcamper die Schulter zum Anlehen bietet. Im Großen und Ganzen macht sie den Eindruck einer Motorrad-Rockerin, die auf den ersten Blick angsteinflößend wirkt, sich bei näherer Betrachtung aber als nette und ganz normale Person herausstellt. Vor dem Weihnachtsmann haben sich ja auch viele Menschen lange gefürchtet.

Verlierer Thomas:
Erfolgreich im Sport, dementsprechend sicher auch ehrgeizig, aber vorsichtig. Aber er spielt sich nicht massiv in den Vordergrund, weil er nicht polarisieren will. Dass Teamarbeit für ihn kein Fremdwort ist, beweist er allein durch sein eher ruhiges Verhalten, aber er lässt sich auch nicht wirklich manipulieren. Zwar ging ihm die Sarah Dingens auch irgendwann ganz gehörig auf die Nerven (wie seine Augen deutlich verrieten) aber wie ein geübter Vater hat er sich klar im Zaum gehalten und irgendwann seinen Standpunkt klar gemacht. Dennoch zu farblios. Ein schöner Body ist eben  nicht alles. Das Dschungelcamp bringt ihn deshalb nicht weiter.

Verlierer Rainer Langhans:
War der eigentlich wirklich da oder nur anwesend? Die Ruhe in Person, hat sich eigentlich immer nur aus allem rausgehalten. Ein Wunder, dass er nun selber für Zalando werben will und darf. Aber da muß er ja nicht viel sagen.

Verlierer Froonck:
Ganz sicher schwul, aber das war bei ihm komischerweise nie Thema, sondern es war klar.
Im Camp angetreten als ein kleiner Sonnenschein, schien er doch etwas verunsichert und überspielte dies mit andauernder guter Laune. Soll mal weiter Hochzeiten planen. Da darf man ja auch nicht anecken.

Verliererin Eva:
Kleine putzige Oma.  Zur dauerhaften Teilnahme nicht geeignet, weil eben nur das liebe Mütterchen ohne wirkliche Ambitionen. Hat sicher ein paar Erfahrungen mitgenommen und sich positiv dargestellt, aber was haben wir Zuschauer denn davon? Nix!

Verliererin Gitta:
Sie wurde im Jahr 2000 zum Playmate des Jahrhunderts gewählt und ist sehr hübsch – das wars dann aber auch. Farblos! Fazit: Sie macht weiter wie vorher, hat sich ja nichts verbauen können durch ihr Verhalten. Mensch Gitta, so wird das nie was mit einem Mann! Komm mal raus aus Dir!

Fotos: RTL/Stefan Menne

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