Berlin. Halb Deutschland jubelt über die Attacke von “Wir sind Helden”-Frontfrau Judith Holofernes (34). Die hatte sich öffentlich beschwert (“Ich glaube, es hackt!”) über eine Anfrage einer Hamburger Werbeagentur, ob sie nicht für das Boulevardblatt werben wolle, in dem sie über die Zeitung sagen könne, was sie wolle.
Noch steht eine Antwort der Agentur Jung von Matt Alster aus, es kursierte bisher nur ein Fakeschreiben im Internet.

Jetzt bestätigte Holofernes, dass ihr Antwortbrief an die Agentur ganz bewußt auch für die Öffentlichkeit gedacht war. “Ich hab über die Jahre so viel Blödheit an mich herangetragen bekommen, dass ich einfach ein ganz tiefes Bedürfnis hatte, da nicht immer nur drüberzustehen, sondern auch mal zu reagieren.”, sagte sie im Interview mit der Berliner “tageszeitung”.
Bei der Kampagne mitzumachen, sei für sie nicht in Frage gekommen, erzählte Holofernes, die Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studiert hatte. “Das ist ja die Masche, mit der die versuchen, sowohl die Prominenten zu kapern als auch die, die das dann irgendwie total clever finden sollen.”
Die Bild-Zeitung sei eine Macht, und sie habe mitbekommen, dass es zum Beispiel unter Schauspielern “offensichtlich nicht oder kaum möglich ist, sich dem zu entziehen. Wenn man als Schauspieler irgendwie eine Karriere haben will in Deutschland, ist es fast unabdingbar, sich mit der Bild-zeitung gut zu stellen. Das ist im Pop gottlob nicht ganz so.”
Angst vor dem “Zorn” des Blattes nach ihrer Attacke habe sie nicht, erklärte die 34-Jährige:Ich denke, die versuchen so sehr, für sich ein Image zu gestalten von Drüberstehen und Humor und Selbstironie, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass die da zu einem richtigen Gegenschlag ausholen. Und ich fänd’s auf jeden Fall schön, wenn niemand jetzt die Bildzeitung kaufen würde nur um zu sehen, ob sie’s doch tun.”
Foto: Billy & Hales
[...] Attacke gegen Bild-Zeitung: Judith Holofernes legt nach – Berlin. Halb Deutschland jubelt über die Attacke von „Wir sind Helden“-Frontfrau Judith Holofernes (34). Die hatte sich öffentlich beschwert („Ich glaube, es hackt!“) über eine Anfrage einer Hamburger Werbeagentur, ob sie nicht für das Boulevardblatt werben wolle, in dem sie über die Zeitung sagen könne, was sie wolle. (weiterlesen bei Klatsch Tratsch) [...]