Donnerstag, 17. März 2011, 15:39 Uhr

Eiskalt serviert und mit tiefschwarzem Humor: "Trollhunter" kommt!

Berlin. Am 7. April kommt ein norwegischer Film in die deutschen Kinos, der so spannend ist, als wäre man wirklich selbst dabei – ein Thriller, der mit seinen dokumentarisch wirkenden Aufnahmen das Unfassbare noch packender macht, eiskalt serviert und mit abgrundtiefschwarzem nordischem Witz.

Und darum geht’s: In den entlegenen Wäldern Norwegens sorgen mysteriöse Todesfälle für Unruhe. Die Regierung spricht von einem „Bärenproblem“, aber weder die Jäger der Gegend noch das Studententrio, das sich mit einer Videokamera bewaffnet auf „Sensationssuche“ macht, glauben daran. Was sie finden, übersteigt allerdings ihre kühnsten Erwartungen und scheint direkt aus den Märchenbüchern ihrer Kindheit entsprungen zu sein: Trolle. Eine echte Trollplage – von berggroß bis dreiköpfig.

Auf die Spur dieser gigantischen Trollvertuschung durch die Regierung bringt sie der vermeintliche Wilderer Hans (Otto Jespersen). Denn als sie ihm heimlich folgen, sehen sie mit eigenen Augen, dass er es keineswegs auf Bären abgesehen hat, sondern auf diese gigantischen Trolle, die man nur mit, ähem, Licht töten kann. Wie witzig ist das denn?!

Und da die Herrschaften jetzt sowieso die Wahrheit kennen, lässt Hans das Filmemachertrio weitermachen und nimmt es mit auf seine wüste Trolljagd. Immer ist die Kamera dabei und man selbst ist mitten im Geschehen – egal ob gerade ein Trollköder angeleint wird, ein Troll sich in einer gewaltigen Schleimexplosion auflöst oder man sich mit den unfreiwilligen Helden in einem bestialisch stinkenden Trollunterschlupf verstecken muss.

Das alles ist ekelhaft, grandios und saulustig. Tricktechnisch aber nicht ganz auf Hollywoodniveau. Norwegen halt.

Fotos: Universal