Samstag, 19. März 2011, 18:49 Uhr

Eisbär und Weltstar Knut völlig überraschend gestorben

Berlin. Der wohl berühmteste Eisbär der Welt ist tot. Knut ist heute nachmittag in einem Wasserbecken im Zoo Berlin gestorben. Der Eisbär wurde nur vier Jahre alt. Die Eisbären-Damen Nancy und Katjuscha und Knuts Mutter Tosca, die normalerweise mit Knut das Gehege teilten, seien zu dem Zeitpunkt eingesperrt gewesen, als sich der Bär sich mehrfach umgedreht habe, nachdem ein Bein zu zittern anfing. Daraufhin habe er sich mehrfach gedreht und sei tot ins Wasserbecken gestürzt.

Ein Zoomitarbeiter sagte: “Knut ist am Nachmittag ins Wasser gegangen, zuckte noch und war kurz danach tot.”

Mehrere hundert Besucher hätten im Zoo Berlin den Tod von Knut miterleben müssen und auch Fotos und Videos von dem im Wasser treibende Bären gemacht. Die Todesursache ist noch unbekannt.

Der Zoo wurde unmittelbar nach dem Zwischenfall geschlossen. Um Knuts Leichnam aus dem Wasserbecken zu bergen, muss zunächst das Wasser aus dem Bassin abgelassen werden. Knut soll in den Abendstunden geborgen werden.

Bärenkurator Heiner Klös erklärte dazu der ‘B.Z.’: Am Montag schneiden Pathologen den Bären auf, um die Todesursache festzustellen. Danach muss man sehen, was man wissenschaftlich anfangen kann. Er wird sicher in ein Museum kommen.“

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sagte in einem Statement: “Das ist eine traurige Nachricht. Wir alle hatten den Eisbären ins Herz geschlossen. Er war der Star des Berliner Zoos.”

Mit dem Eisbären gelangte auch Knuts Ziehvater Thomas Dörflein zu Weltruhm. Dörflein hatte Knut seit dessen Geburt im Dezember 2006 von Hand aufgezogen, da der von seiner Mutter verstoßen worden war. Der Pfleger verstarb ebenso überraschend im September 2008 im Alter von nur 44 Jahren.

Das ein Eisbär zu solch einem weltweiten Medienphänomen wurde, hatte es bisher noch nie gegeben.

Foto: wenn.com