Montag, 21. März 2011, 19:50 Uhr

Todesursache offenbar geklärt: Eisbär Knut ist ertrunken

Berlin. Nach der seit heute durchgeführten Obduktion im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin-Friedrichfelde scheint klar: Eisbär Knut ist nach seinem Sturz offenbar ertrunken. Zuvor hatte sich der Bär immer wieder im Kreis gedreht. Die Ursache für dieses Verhalten sei aber noch nicht ermittelt. Offenbar war plötzlich sein Gleichgewichtssinn gestört.

Der Berliner Zoologische Garten wolle sich zu dem von der Bild-Zeitung verbreiteten Bericht heute aber nicht mehr äußern.

Alex Rüber, Direktor des Zürcher Zoos hatte bei einem im Internet kursierenden Video deutliche Auffälligkeiten für “für Veränderungen im zentralen Nervensystem” entdeckt.

Gegenüber ’20min.ch’ sagte er: “Er hält den Kopf zunächst starr nach links und hat massive Gleichgewichtsstörungen. Er dreht sich dann im Kreis und fällt schliesslich ins Wasser. Eisbären sind normalerweise super Schwimmer. Knut könnte aber aufgrund der Gleichgewichtsstörungen auch im Wasser ertrunken sein – aber das wird die Obduktion letztlich klären.”

Ein Präparator sei Medienberichten zufolge bei der Sektion des 270kg schweren Bären anwesend gewesen. Offenbar soll der Eisbär ausgestopft und ausgestellt werden. Laut Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz hätte das Berliner Naturkundemuseum Interesse angemeldet.

Knut war im Dezember vier Jahre alt geworden.

Fotos: wenn.com