Samstag, 02. April 2011, 1:08 Uhr

"The Fighter": Hier ist die exklusive Preview und ein Making Of

Berlin. Nach so unterschiedlichen Filmen wie „Flirting with Disaster“, „Three Kings“ oder „I Heart Huckabees“ beweist Regisseur David O. Russell einmal mehr seine Vielseitigkeit. Basierend auf der wahren Geschichte des Boxweltmeisters Micky Ward erzählt er in ‘The Fighter’ ebenso ehrlich wie bewegend, aber auch mit erfrischendem Witz von sportlicher Beharrlichkeit und vor allem familiärem Zusammenhalt.

Am 7. April kommt der Film in die deutschen Kinos. klatsch-tratsch.de zeigt bereits jetzt einen fast 17-minütigen Ausschnitt.

Als Brüderpaar brillieren der Oscar®-nominierte Mark Wahlberg („Departed – Unter Feinden“), der mit jeder Menge Herzblut als Produzent auch hinter den Kulissen für das Gelingen von ‘The Fighter’ kämpfte, und Christian Bale („The Dark Knight“), der für seine Rolle abermals auch körperlich an seine Grenzen ging. Unterstützt werden die beiden von ihren ebenfalls Oscar®-nominierten Kolleginnen Amy Adams („Glaubensfrage“, „Julie & Julia“) und Melissa Leo („Frozen River“, „21 Gramm“).

Für ihre herausragenden Leistungen wurden Christian Bale und Melissa Leo mit je einem Oscar® (Bester Nebendarsteller / Beste Nebendarstellerin), dem Golden Globe und dem Preis der Screen Actors Guild ausgezeichnet. Weitere Oscar®-Nominierungen erhielten Amy Adams und Regisseur David O. Russell, zudem wurde der Film als Bester Film sowie für das Drehbuch und den Schnitt nominiert. Die renommierte Vereinigung des National Board of Review ernannte ihn zu einem der zehn besten Filme des Jahres 2010 und zeichnete obendrein Bale als Besten Nebendarsteller aus, der zudem, ebenso wie Amy Adams, für den BAFTA Award nominiert wurde.

Was die Produzenten Todd Lieberman und David Hoberman an dem Stoff besonders reizte, war neben dem sportlichen Aspekt vor allem der untrennbare Bund zwischen zwei Brüdern sowie das Streben einer Familie nach Anerkennung. Nicht zuletzt wegen dieser Elemente lohnte sich jeder Einsatz für die Geschichte. „Wir kamen mit dem Projekt in Berührung, als die Drehbuchautoren Paul Tamasy und Eric Johnson mit einer 15-minütige DVD über das Leben von Dicky Eklund und Micky Ward zu uns kamen“, berichtet Hoberman.

„Als Todd und ich sie uns ansahen, waren wir den Tränen nahe. In dieser Geschichte geht es darum, sich allen Widrigkeiten zum Trotz durchzuboxen und trotz der größten Hindernisse nie aufzugeben. Das ist genau die Art Geschichte, die wir lieben, deswegen wollten wir uns unbedingt mit den beiden für ‘The Fighter’ zusammentun.“

Lieberman kann dem nur beipflichten: „Ich habe die DVD sicherlich 500 Mal gesehen. Es war so inspirierend und bewegend, von diesen beiden Brüdern und allem, was sie im Laufe der Jahre durchgemacht hatten, zu erfahren. In der Mischung aus Familiendrama, brüderlicher Liebe und dem Kampf um einen Platz auf der Sonnenseite des Lebens steckte enormes filmisches Potential.“ Trotzdem brauchte es insgesamt drei Jahre und jede Menge Kampfgeist aller Beteiligten, bis ‘The Fighter’ tatsächlich zustande kam.

Mark Wahlberg hatte schon lange die Idee, einen Film über Micky Ward und Dicky Eklund zu drehen, weswegen Hoberman und Lieberman begeistert waren von der Chance, sich mit ihm zusammenzutun. „Es stand für uns außer Frage, dass er der perfekte Micky Ward sein würde“, meint Hoberman. Und sein Produktionspartner fügt hinzu: „Schon als wir anfingen, uns mit der Geschichte zu beschäftigen, kam uns zu Ohren, dass Mark an der Rolle interessiert war. Micky war seit jeher einer seiner Helden und er kannte seine Geschichte wie kaum ein anderer.“

Noch bevor der Film überhaupt „grünes Licht“ bekommen hatte, begann Wahlberg mit einem enorm intensiven Training. Drei Jahre lang nahm er seinen persönlichen Trainer mit zu den Sets all seiner anderen Filme, um konstant an seiner Fitness und seiner Boxtechnik zu feilen. „Das bedeutete oft, dass ich schon morgens um 4 Uhr aufstehen musste“, erinnert er sich. „Zwei Stunden Kraftraum, dann ab unter die Dusche und ans Set meines jeweiligen Films, wo ich dann in den Drehpausen im Trailer auch noch immer den Boxsack bearbeitete.“

Produzent Ryan Kavanaugh staunt noch heute: „Es ist Wahnsinn, mit wie viel Leidenschaft Mark sich all die Jahre für dieses Projekt einsetzte. Er glaubte immer daran, ja er lebte geradezu dafür. Er scheute wirklich keine Mühe, sich voll und ganz in Micky Ward zu verwandeln.“

Sein Coach Bo Cleary setzte Wahlberg immer wieder echte Boxer als Trainingspartner vor die Nase, um seine Fähigkeiten tatsächlich auf das höchste Niveau zu bringen. „Ich lebte und atmete Boxen jeden Tag, um diese Rolle zu meistern“, fasst der Schauspieler zusammen. „Ich wusste, wie hoch Mickys Erwartungen an sich selbst immer gewesen waren – und meine eigenen waren keinen Deut niedriger. Jede einzelne Facette seiner Person sollte auf der Leinwand glaubwürdig wirken, nicht zuletzt die Boxszenen. Es wäre sicher kein Problem gewesen, mich dabei auf die Choreografie und den Schnitt zu verlassen. Doch ich wollte, dass wirklich alles echt ist.“

Als die Dreharbeiten schließlich begannen, war Wahlberg folglich tatsächlich fast in der körperlichen Verfassung eines Profiboxers. Und auch mental war er perfekt vorbereitet, bereit sich einzulassen auf Mickys Zerrissenheit zwischen seiner Familie auf der einen und seinem Wunsch nach Unabhängigkeit auf der anderen Seite.

Fotos: Senator