Donnerstag, 07. April 2011, 18:46 Uhr

Dredg: Neues Album "Chuckles and Mr. Squeezy“ kommt am 29. April

Köln. Die US-Amerikaner Dredg zählen seit eineinhalb Jahrzehnten zu den progressivsten Kräften des Alternative Genres und haben sich weltweit einen Namen als künstlerisch besonders wertvolle Band erspielt. Ihr letztes Album „The Parriah, the Parrot, the Delusion“ erfreute sich insbesondere in Deutschland großer Beliebtheit. Mit dem Nachfolger „Chuckles and Mr. Squeezy“ betritt das experimentierfreudige Quartett Neuland. Ziel war es, ein möglichst spontanes Album aufzunehmen. Im Sommer gehen Dredg damit auf große Welttournee. Rund um ihre Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park spielen sie zwischen dem 3. und 8. Juni drei Soloshows in Dortmund, Hamburg und Bielefeld.

Gerade Deutschland zeigt sich zutiefst beeindruckt von ihrer Arbeitsweise – wohl auch, weil Dredg mit diesem Ansatz der Idee von Krautrock folgen, dieser bezugsoffenen, freien deutschen Rockmusik aus den 70ern. Schon das dritte Album „Catch Without Arms“ stieg in die deutschen Charts, „The Parriah, the Parrot, the Delusion“ erreichte sogar Platz 15 und brachte mit „Information“ ihre erste Hitsingle hervor.

Für den fünften Longplayer „Chuckles and Mr. Squeezy“ verfolgte die Band gemeinsam mit Starproduzent Dan The Automator (Gorillaz, Kasabian, Handsome Boy Modelling School) einen neuen Ansatz. Bislang bekannt für monatelange Studioaufenthalte und endloses Feinjustieren ihres Sounds, schickten sie sich Entwürfe und Ideen über Monate per Email gegenseitig zu. Das Album selbst spielten sie in nur wenigen Tagen in drei Studios in Kalifornien ein, um einen frischen, spontanen Vibe zu erhalten, der ihrer komplexen Musik eine völlig andere Atmosphäre verleiht. Dredg haben sich wieder einmal neu erfunden und die anstehenden Konzerte dürften hochspannend werden.

03.06.2011 Dortmund, FZW
06.06.2011 Hamburg, Uebel & Gefährlich
08.06.2011 Bielefeld, Ringlokschuppen
15.06.2011 Berlin, Wuhlheide (Support von System of A Down)

Mit „Chuckles and Mr. Squeezy“ beschreiten Dredg neue Pfade – in eine von ihnen unerforschte Richtung. Der Einfluss von Produzent Dan The Automator (u.a. Gorillaz, Kasabian) ist offensichtlich. Als Produzent und Mitarbeiter ist er sozusagen der Wegweiser, der die Band dazu antreibt, härter zu arbeiten, sich selbst genauer zu betrachten und daraus die Inspiration für neue Texte und Musik zu schöpfen.

Sein Einfluss wird vor allem bei den Songs „The Tent“, „Sun Goes Down“ und „Before it Began“ am deutlichsten, da er diese mitgeschrieben hat. Obwohl die Töne und das Tempo sich innerhalb des Albums verändern, fallen die Songs in die Kategorie „Dark Pop“ – wie Sänger Gavin ihren Stil nennt. Die Musik hat einen dunklen Unterton, der den Songs eine Art nachdenkliche Selbstanalyse verpasst – doch am Ende zeichnet sich das Album durch sein optimistisches Leuchtfeuer aus. „Es gibt eine gewisse Dunkelheit.“, sagt Gavin. „Das meiste unserer Musik ist letztendlich positiv, kann aber auch als traurig verstanden werden. Es gibt zwei gegensätzliche Seiten, die durch die Musik in Einklang gebracht werden.“

Die Entwicklung der letzten 15 Jahre brachte Dredg an einen unerwarteten, aber auch wünschenswerten Punkt. „Für mich ist das eine neue Art Songs aufzunehmen.“, sagt Gavin. „Es fühlt sich anders an und teilweise auch als wären wir eine ganz neue Band. Mein Ziel war es aber auch mit der Band und Dan etwas zu erschaffen, was wir vorher noch nie getan haben. Hoffentlich können die Menschen uns in einem neuen Licht sehen. Jetzt wissen wir, dass wir etwas Neues erschaffen können und, dass es eine Zukunft für die Band gibt.“