Donnerstag, 07. April 2011, 13:49 Uhr

Hollywoodstar Ashley Judd: Vom Leben gezeichnet, vom Laien gepudert

New York. ‘All Things Bitter and Sweet: A Memoir’ heißt die bittere Autobiographie von Hollywoodstar Ashley Judd, die sie gestern bei Barnes & Noble in New York vorstellte. Einen Makel hatte die Buchpräsentation: Die 42-Jährige wurde mit grauenhaft gepudertem Gesicht vor die Pressemeute geschickt, wahrscheinlich hat der Visagist die Puderquaste im Dunkeln angesetzt.

Aber das alles ist geradezu banal im Gegensatz zu dem, was Ashley in ihren Memoiren zu verkünden hat.

Judd, Tochter der bekannten Country-Sängerin Naomi Judd, schreibt in ihrem Buch über ihre chaotische Kindheit und den Alltag mit Drogen. Ihr Vater Michael Ciminella, ein Marketing-Spezialist, hatte ständig Marihana im Haus und der neue Freund ihrer Mutter sei heroinabhängig gewesen: “Ich wurde gelehrt zu glauben, dass unser Lebensstil normal sei und ich niemals fragen oder mich beschweren sollte – nicht einmal, wenn ich für Stunden alleine gelassen oder ich ohne Vorwarnung zu einem Verwandten gebracht wurde.”

Noch schlimmer sei der sexuelle Mißbrauch in einem Laden gewesen: “Ein alter Mann, den jeder kannte, winkte mich in eine dunkle, leere Ecke des Geschäfts und bot mir einen Quarter für die Flippermaschine in der Pizzeria an, wenn ich mich auf seinen Schoß setzen würde.” Ashley konnte sich jedoch befreien.

Jahre später wurde sie von einem Franzosen in einem Auto vergewaltigt.

2006 ließ sie sich schließlich wegen Depressionen, Isolation und Abhängigkeitsbeziehungen in eine Reha einweisen. Seit ihrer Hochzeit mit dem schottischen Rennfahrer Dario Franchitti ist wieder Sonne in ihr Leben eingekehrt.

Ashleys Familie zeigte sich unterdessen entsetzt über die Veröffentlichung. ‘popeater.com’ zitierte gestern ein Familienmitglied: “Wie kann sie ihrem eigenen Fleisch und Blut nur so in den Rücken fallen? (…) Dies sind Angelegenheiten die innerhalb der Familie geregelt werden sollten”.

Fotos: wenn.com