Montag, 11. April 2011, 18:06 Uhr

Dennis Quaid: "Kokain gehörte zum Budget der Filme, nur etwas getarnt"

Los Angeles. Hollywoodstar Dennis Quaid (57) bereut, jemals Kokain genommen zu haben. Der Hollywood-Star (‘The Day After Tomorrow’) stürmte Ende der 70er Jahre die Leinwände. Damals schon zählte Kokain zu den Modedrogen überhaupt und gehörte laut Quaid bei Filmdrehs einfach dazu. Auch der Star schnupfte das aufputschende Pulver mit Begeisterung – ein Fehler, wie er heute zugibt.

“Mein größter Fehler war, kokainabhängig zu werden”, sagte der Künstler im Gespräch mit ‘Newsweek’. “Ich wachte morgens auf, zog eine Line und schwor mir, das an diesem Tag nie wieder zu tun.”

Auf seine Drogen-Zeit sieht der Schauspieler nicht gerne zurück. Die Probleme eines Süchtigen beschrieb Dennis Quaid wie folgt: “Die Sucht hält dich vom Leben ab. Du versteckst dich im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Leben.”

Trotz aller Risiken gehörte Koks damals vor allem in Hollywood zum guten Ton. Der Mime erinnerte sich: “Kokain gehörte zum Budget der Filme, nur oberflächlich getarnt. Es war belangloses Geld. Im Grunde wurde es auf Filmsets zur Verfügung gestellt, weil es jeder nahm.”

In den 90ern beschloss Dennis Quaid den Drogen abzuschwören, nachdem er erkannte, dass seine Karriere auf dem Spiel stand. “Zu koksen hielt mich einfach davon ab, mit dem Ruhm klarzukommen, den ich zu dieser Zeit nicht verdient hatte”, erklärte der Star. “Ich gab meine beste Imitation eines Arschlochs, um so zu tun, als sei alles okay. Doch zur selben Zeit brach ich zusammen und erkannte das selbst – ich hoffte nur, kein anderer würde es sehen.”
Der Künstler ist sich sicher, er wäre innerhalb von “fünf Jahren” gestorben, hätte er den Entzug nicht geschafft.

Inzwischen ist Dennis Quaid clean und mit der einstigen Maklerin Kimberly Buffington, mit der er die dreijährigen Zwillinge Thomas und Zoe großzieht, verheiratet. (Cover)