Dienstag, 12. April 2011, 12:37 Uhr

Frankreichs Superstar Gérard Depardieu hat nur eine Hose

Hamburg. Der französische Schauspieler Gérard Depardieu (62) ist zufrieden mit dem, was er am Leibe trägt. “Ich brauche keinen Besitz. Eine Hose und meine Bücher, mehr brauche ich nicht”, verkündete der französische Star (‘Asterix bei den Olympischen Spielen’) im Interview mit der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ‘Brigitte Woman’.

Wer so wenig sein Eigen nennt, braucht natürlich auch keinen Schrank. Nicht einmal ein Zuhause will der Akteur haben. “Ich fliehe oft vor Häusern, die voll sind, auch vor Menschen”, gestand er.

Seine Heimat findet der Star im geschriebenen Wort, seine Welt ist die Literatur. Deswegen sind dem Leinwandhelden seine Schmöker so wichtig. “Vielleicht habe ich manchmal diese Momente, in denen ich gern bleibe, um mich zu spüren. Bei Büchern habe ich das. Bücher sind meine Heimat”, sinnierte der Filmemacher.
Seinem Geburtsland hingegen bringt das Filmschwergewicht keine nostalgischen Gefühle entgegen. “Nein, nein, die habe ich nicht”, wiegelte er ab, als er nach Heimatgefühlen gefragt wurde.

Der Franzose ist viel unterwegs – ohne Gepäck versteht sich. Er ist ein Nomade, ein Ewigreisender, getrieben von der Angst, Wurzeln zu schlagen. Er wolle nicht sesshaft werden, sagte er, sich nicht festlegen, “auf keinen Ort und keinen Menschen. Ich suche keine Nähe.”
Vielleicht hat Gérard Depardieu auch einfach Angst, sich irgendwann doch einen Schrank kaufen zu müssen. (Cover)