Montag, 18. April 2011, 11:59 Uhr

ARD-Talkerin Sandra Maischberger hinter Schloß und Riegel

Köln. Geiselgangster Dieter Degowski, Rhein-Ruhr-Ripper Frank Gust – in der Justizvollzugsanstalt Werl sitzen ausschließlich die ganz „schweren Jungs“: Serienmörder, Vergewaltiger, Drogengangster. Insgesamt sind es rund 800 Männer, davon 160 lebenslänglich Verurteilte. Mitten unter ihnen: Sandra Maischberger.

Am 19. April, um 22.45 Uhr meldet sie sich im Ersten mit ihrer Sendung „Menschen bei Maischberger“ aus dem gut 100 Jahre alten, ehemaligen Königlich-Preußischen Zentralgefängnis.

In der JVA spricht die Moderatorin nicht nur mit Gefängnisleiter Michael Skirl und Gefängnisarzt und „Tatort“-Gerichtsmediziner Joe Bausch, sondern auch mit Häftlingen. In der Talkrunde sind u.a. dabei: Ex-„Hells Angel“ Jörg Adolphs, der neuneinhalb Jahre wegen Raubes erhielt und derzeit im Gefängnis eine Kochlehre macht, sowie Andreas Schmidt, der wegen schwerer Körperverletzung zu drei Jahren verurteilt wurde.

Sandra Maischberger spricht auch mit dem Frauenmörder Ralf Ludwig. Im Abstand von zehn Jahren tötete der gelernte Metzger zwei Frauen. Beim ersten Mal wurde er wegen Totschlags verurteilt, nachdem er seine Ex-Frau erstochen hatte. Nur zwei Jahre später kam er frei. Ein schrecklicher Justizirrtum: Denn im Jahr 2000 wiederholte er seine tödliche Bluttat. Wieder war das Opfer eine Partnerin, die sich von ihm getrennt hatte. Ludwig wartete vor dem Haus auf sein Opfer. Vor den Augen ihrer Familie brachte er seine Ex-Freundin um. Mit 24 Messerstichen. Der Grund? Das Paar hatte darüber gestritten, bei wem die gemeinsame vierjährige Tochter das Wochenende verbringen sollte. Diesmal lautete das Urteil: lebenslänglich. Im Gespräch mit Sandra Maischberger erzählt der heutige Insassensprecher der JVA Werl, wie er zum Mörder wurde.

Foto: WDR/Melanie Grande