Montag, 18. April 2011, 14:38 Uhr

DSDS: Soll Moderator Marco Schreyl demontiert werden?

Berlin. Hach Gottchen! Die Bild-Zeitung hat eine neue Kampagne angezettelt. Im Mittelpunkt diesmal DSDS-Moderator Marco Schreyl (37) und seine zweideutigen Sprüche gegenüber den blutjungen, unverdorbenen Kandidaten der RTL-Talenteshow. Hintergrund: Dem Blatt ist offenbar sehr daran gelegen einen neuen Moderator herbeizuschreiben und zieht auch schon einen aus der Tasche: Michelle Hunziker.

Die Zeitung schrieb u.a. zur Untermauerung seiner Anti-Schreyl-Thesen: “Am Samstagabend in der Show hatte der Moderator zwei Glückskugeln von Sarah Engels wie zwei Hoden in der Hand gehalten, sagte bewusst zweideutig: ‘Damit gehe ich immer besonders vorsichtig um.'”

Nun läßt ‘Bild’ nach dem Start seiner “Unter-der-Gürtellinie-Sprüche- Kampagne” über Schreyls Moderation die Leser aus dem eigenen Online-Forum sprechen und gibt unter der Headline “Schreyl ist der nervigste Moderator im TV” glasklar die Richtung vor: “Der Tenor ist eindeutig: Schreyls Sprüche gehen gar nicht!”

Wenn man aber weiß, dass die Connection Dieter Bohlen und ‘Bild’ schon immer eine äußerst fruchtbare war und der “Poptitan” (Bild-Jargon) die schöne Hunziker eigentlich schon längst wieder zurück in seiner Show haben wollte, ist es gar nicht so abwegig, dass Schreyl mit dieser angeblich ach so moralisierenden Dreckskampagne auf eine besonders hinterfotzige Art geopfert werden könnte. Ein Schelm also, der Arges dabei denkt?

Bohlen jammerte schon im Mai letzten Jahr öffentlich bei “Wetten, dass…?” auf Mallorca wegen der schönen Schweizerin: “Die habt ihr uns geklaut! Michelle hat alles bei uns, bei ‘DSDS’ gelernt.”

RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer erklärte dazu dem von der ‘Bild’-Zeitung entfachten Tralala gegenüber klatsch-tratsch.de: “DSDS ist eine Live Sendung. Da können im Gespräch immer Situationen entstehen, bei denen man über Geschmack streiten kann. Marco gehört zu den profiliertesten Moderatoren im deutschen TV. Und wir sind sehr froh, dass er DSDS moderiert.”

Der Fairness halber sei erwähnt, dass das Medienmagazin dwdl.de unter der Headline “Schwule vor der Kamera” die Bild-Zeitung zur Kampagne inspirierte: “Wer sich die letzten Staffeln der beiden von ihm moderierten RTL-Castingshows anschaut, wird immer wieder gezielte Anspielungen Schreyls entdecken – die von ihm spürbar mit fast diebischer Freude untergebracht wurden.”

Hunziker moderierte “Deutschland sucht den Superstar” zwischen November 2002 und Herbst 2004 zusammen mit Carsten Spengemann.

Fotos: RTL/Stefan Menne