Mittwoch, 20. April 2011, 13:04 Uhr

Alex Pettyfer: "Beastly" war Hommage an einen entstellten Mann

Los angeles. Schauspieler Alex Pettyfer (21) wurde zu seinem Auftritt im Film ‘Beastly’ inspiriert, nachdem er einen Mann traf, dessen Gesicht entstellt war.
Der britische Schauspieler (‘Stormbreaker’) verkörpert in dem modernen Remake des Märchen-Klassikers ‘Die Schöne und das Biest’ die Figur Kyle Kingson, einen wohlhabenden und arroganten High-School-Schüler, der von seiner eigenen Schönheit beflügelt seine Mitmenschen demütigt.

Nachdem sich der Schönling dummerweise eine Klassenkameradin als nächstes Opfer aussucht, von der es gerüchteweise heißt, sie sei eine Hexe, wird er in jemanden verwandelt, der äußerlich genauso hässlich ist wie er in seinem Inneren.

Pettyfer gestand, dass er zunächst unsicher gewesen sei, sich dem Drehbuch zu verpflichten, jedoch habe er seine Meinung schnell geändert, nachdem er die Geschichte eines Mannes hörte, der sein ganzes Leben lang diskriminiert wurde, weil er ein entstelltes Gesicht hat.

“Ich wusste nicht recht, ob ich den Film machen wollte. Ich ging zum Haus meines Freundes, der ein Fotograf ist, und er macht Porträts. Er hatte einige Bilder von einem Mann, der an Elephantiasis leidet”, erklärte der Star in einem Interview mit ‘BBC Breakfast’. “Ich habe tatsächlich ein Foto mit ihm. Er erzählte mir, er ging im Alter von 18 in den Zoo und als er wieder ging, sagte der Zoobesitzer, dass keine Tiere gehen dürften und er solle wieder reingehen. Das brachte mich aus der Fassung. Ich sagte: ‘Ich werde diesen Film für dich machen.'”

Dem Briten, der sich für den Film auch die Haare abrasierte, wurde jeden Tag vor den Dreharbeiten eine aufwendige Make-up-Prothese verpasst. Es sei interessant gewesen, die Reaktion der Menschen zu sehen, wenn er nach seiner Verwandlung in seinen ‘Beastly’-Charakter aus seinem Wohnwagen kam.

“Jedes Mal, wenn ich den Wohnwagen verließ, schaute mich nicht eine Person auf dieselbe Art an. Ich spazierte in Montreal herum, wo der Film gedreht wurde, und die Reaktionen, die man bekam, waren furchtbar”, erinnerte sich der Akteur und erklärte, der Dreh habe sein Leben beeinflusst: “Ich bekam einen flüchtigen Eindruck davon, wie sich dieser Mann fühlte. Ich behandele jeden gleich und nachdem ich diesen Film gemacht hatte, ist es eine bessere Lebenserfahrung gewesen”, beteuerte Alex Pettyfer. (CoverMedia)

Fotos: Concorde