Samstag, 23. April 2011, 9:55 Uhr

Ricky Martin nach Coming Out: "Keiner kann mich aufhalten"

Los Angelers. Latino-Star Ricky Martin (39) lässt sich nicht davon abhalten, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Der puertoricanische Pop-Star (‘Livin’ La Vida Loca’) fühlt sich seit seinem Coming Out im vergangenen Jahr befreit und dazu in Lage, offen und ehrlich über seine Gefühle zu sprechen.

Er muß eben nur aufpassen, dass er uns damit nicht zu sehr auf den Senkel geht.

“An diesem Punkt in meinem Leben fühle ich mich mit meinen Gefühlen wohl und kann endlich auch darüber reden. Es hat 21 Jahre gedauert, in denen ich schwieg und analysierte, wo ich bin und was ich in meinem Leben wollte. Und jetzt, mein Gott, kann mich keiner mehr aufhalten!”, erzählte er der ‘Chicago Sun Times’.

Im März 2010 verkündete der Sänger auf seiner offiziellen Internetseite seine Homosexualität. Er hatte zuvor weibliche Partnerinnen, zu denen auch die mexikanische Fernsehmoderatorin Rebecca de Alba zählte, mit der er über 14 Jahre eine Beziehung mit Unterbrechungen führte.

Der Musiker, der im Februar sein Album ‘Musica+Alma+Sexo’ veröffentlichte, erklärte, dass es ihn viel Zeit kostete, zu verstehen wer er wirklich war. Doch obwohl er zu Beginn seiner Karriere seine Sexualität unterdrückte, hatte er nie das Gefühl eine Lüge zu leben. Der Sänger tat stets, was ihm zu dem gegebenen Zeitpunkt natürlich erschien.

“Um ehrlich zu sein, vor zehn Jahren, dachte ich, ich wäre ich selbst. Worüber ich in meiner Musik sprach, worüber ich in meinen Interviews redete, das war damals meine Wirklichkeit. Ich denke, dass Verleugnung sehr stark sein kann. Du kannst es nennen, wie du willst, aber es war ein individueller Prozess, um bestimmte Sachen zu akzeptieren. Jeder braucht eine gewisse Zeit. Was ich hier versuche zu sagen, ist, dass ich keine Lüge gelebt habe, ich denke, es war Teil eines natürlichen Prozesses, den ich durchgemacht habe. Und wie ich mich selbst dargestellt habe. Jetzt fühle ich mich definitiv frei – in jeder Hinsicht'”, sagte Ricky Martin. (CoverMedia)

Foto: wenn.com