Freitag, 29. April 2011, 12:39 Uhr

Christoph Waltz: "Ich wollte Pattinson nicht mit meiner Meinung behindern"

Hamburg. Der deutsch-österreichische Schauspieler Christoph Waltz hat weder Zeit noch Lust, ins Theater zu gehen. Vom Regietheater hält der Oscar-Preisträger gar nichts. “Ich hasse es”, sagte Waltz im Gespräch mit ‘Zeit Online’. “Mir geht einfach unglaublich auf die Nerven, dass Regisseure sich selbst wichtiger nehmen als das Stück. Das ist mir nicht Grund genug, ins Theater zu gehen. In der Oper ist es mittlerweile genau dasselbe.”

Waltz (54) feierte in Quentin Tarantinos “Inglourious Basterds” seinen internationalen Durchbruch. Für seine Rolle als SS-Offizier Hans Landa erhielt er 2010 den Oscar für die beste Nebenrolle. In seinem aktuellen Film, dem Drama “Wasser für die Elefanten”, spielt er an der Seite von Reese Witherspoon und dem “Twilight”-Star Robert Pattinson einen diabolischen Zirkusdirektor.

In die Zusammenarbeit mit dem 23-jährigen Pattinson sei er vorurteilsfrei hineingegangen, sagte Waltz: “Wie viel kann denn ein damals 23-jähriger Schauspieler schon gemacht haben? Ich habe im Anschluss an diese Dreharbeiten mit Jodie Foster gearbeitet, die mit drei Jahren anfing. Sie hat 40 Jahre Berufserfahrung – aber das ist immer noch die Ausnahme. Was soll ich also für eine Meinung von Robert Pattinson haben, wo ich doch keine Filme von ihm gesehen habe? (…) Ich als alter Knacker, der das seit einer halben Ewigkeit macht, war auf jeden Fall nicht dazu da, Rob Pattinson mit meiner Meinung zu behindern, sondern eher, ihm ein bisschen weiterzuhelfen, wenn er es wollte.”

Fotos: 20th Century Fox