Samstag, 02. Juli 2011, 16:34 Uhr

Strauss-Kahn: Arbeitete das Zimmermädchen als Prostituierte?

New York. Nach der sensationellen Wende gestern in New York ist der Fall Dominic Strauss-Kahn (62) nun endgültig in den Niederungen des Boulevard angekommen. Das Zimmermädchen, das den Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds beschuldigte, ihn in seinem Zimmer im Sofitel vergewaltigt zu haben, soll ihr Trinkgeld auch als Prostituierte aufgebessert haben.

Die Einwanderin sei demzufolge absichtlich entgegen der Gepflogenheit in dem Hotel platziert worden. Das berichtet ein Insider jetzt dem Klatschblatt ‘New York Post‘.

Die Quelle sagte: “Es gibt Informationen, dass sie sehr hohe Trinkgelder bekommen hat – und zwar nicht, weil sie ein paar Handtücher brachte. Wenn Sie wissen was ich meine. Wenn man in die USA einwandert und als Zimmermädchen anfängt, arbeitet man vielleicht in den Motels am Flughafen, nicht aber im Sofitel. Es gibt eine ganze Gruppe von Leuten, die ihr Leben finanziert haben.”

Hinzu kommt, dass die Frau in Drogenhandel und Geldwäsche verwickelt gewesen sein soll. Zumindest fanden sich auf ihrem Konto 100.000 Dollar.

Der Fall des ehemals mächtigsten Finanzmanager der Welt dürfte damit seinem Ende entgegen sehen. dpa zitiert das ‘Wall Street Journal’: “Der Fall ist vorbei. Oder er sollte zumindest vorbei sein”.Experten glauben, dass die Sache in spätestens 14 Tagen abgeschlossen ist.

Strauss-Kahn kam gestern – nachdem die Staatsanwaltschaft von der Glaubwürdigkeit des Opfers abgerückt war – gegen Auflagen in Freiheit. Die USA darf er noch immer nicht verlassen. Am 18. Juli muss der 62-Jährige erneut vor Gericht erscheinen.

Foto: wenn.com