Sonntag, 17. Juli 2011, 11:43 Uhr

Jörg Drägers neue fiese TV-Show: "Peinlich soll es schon sein"

Berlin. Am 18. Juli startet die neue TV-Spielshow ‚Ich weiß, was du letzten Freitag getan hast’. Durch die Show führt Moderator Jörg Dräger, der vielen noch aus ‚Geh aufs Ganze’ mit dem Zonk bekannt sein sollte.

Fünf Freunde wollen eine gemeinsame Traumreise gewinnen. Dafür wird einer von ihnen eine Woche vor der eigentlichen Show von Hypnotiseur Jos Claus samt Kamerateam besucht. Der Kandidat wird in Hypnose versetzt und in die absurdesten und witzigsten Situationen gebracht. So denkt der Eine, er sei ein wildes Tier, und der Andere hält sich für einen unwiderstehlichen Filmstar. Am Ende wird er sich aufgrund der Hypnose an nichts mehr erinnern.

In der Show wird der Kandidat mit den Filmen vom „letzten Freitag“ konfrontiert.

Mit klatsch-tratsch.de plaudert der 65-jährige Moderator über das neue TV-Format und erklärt gleich zu Beginn, worum es in der Show überhaupt geht.

„Der Kandidat wird von einem Hypnotiseur in Trance versetzt und in diesem Zustand werden die Kandidaten in fünf verschiedene Situationen geschickt, die wir mitfilmen. Die Situationen sind meist welche, die im Vorgespräch abgeklärt wurden. Ein Beispiel: eine Dame möchte in München gerne bei Alfons Schubeck 5-Sterne mäßig dinnieren. Statt im Sterne-Restaurant befindet sich die Dame aber in ihrer Heimatstadt und bewegt sich auf das vermeintliche Sternerestaurant zu, weil der Hypnotiseur ihr das so suggeriert hat. Sie verhält sich demnach so, als ob sie gerade Champagner trinken würde, anstatt Wasser aus einem Papppecher. Insgesamt sind diese Situationen natürlich auch so, das sie sehr sehr peinlich werden können.

Dafür bin ich dann aber da, ich schreite ein, damit nicht sozusagen in manchen Situationen die Menschwürde verletzt wird. Denn wir wollen ja nicht pausenlos über jemanden lachen, sondern mit jemanden lachen. Von jedem Kandidaten werden fünf solcher Situationen gedreht und mit ihm schauen wir dann in der Sendung diese fünf Filmchen an. Der Kandidat weiß nicht, was ihn erwartet, er kann jedoch an jeder Stelle den Film anhalten und beenden. Das hat jedoch Konsequenzen, denn insgesamt sind die Kandidaten mit vier Freunden oder Familienmitgliedern da, die alle ein Ticket – beispielsweise in die USA – haben. Wenn der Kandidat dann einen Film abbricht, muss er sich im nachhinein entscheiden, welcher seiner Freunde, das Ticket wieder abgeben muss.“

Moderator Jörg Draeger tut alles dafür, dass die Fernsehzuschauer den gesamten Hypnosetag sehen können. Er lockt den Kandidaten mit Geld für die Reisekasse wenn dieser erlaubt, dass der nächste Film gezeigt wird. Wird der Hypnotisierte abbrechen und so den Wunsch seiner Freunde verspielen? Oder will er ganz genau wissen, was er letzten Freitag getan hat?

„Manchmal ist das echt schon ne heftige Nummer, aber nicht wirklich Menschen entwürdigend. Aber peinlich soll es ja schon sein, sonst würde es ja auch keinen Sinn machen! Ich Nachhinein hat sich keiner der Kandidaten beschwert, ganz im Gegenteil, alle fanden das sehr lustig.“

Für den Anfang wurden erst einmal vier Folgen ‚Ich weiß, was du letzten Freitag getan hast’ abgedreht, um zu schauen wie die Zuschauer darauf reagieren. Bei vielen anderen Spielshows gibt es nach einigen Folgen auch oftmals ein Prominentenspezial. Falls es bei der neuen Show auch soweit kommen sollte, hätte Jörg Dräger auch schon eine Lieblingskandidatin: „Sowas kommt ja erst meist nach ca. 30 Sendungen überhaupt auf den Tisch. Jemanden den ich gerne unter Hypnose setzen würde, wäre Frau Merkel, aber das sind ja nun auch die, die so was niemals machen würden. Das wird auch das Problem werden, das es nur wenige geben wird, die das mitmachen würden. Es ist ja teilweise noch schlimmer als ‚Versteckte Kamera’.“

Nach Jahrzehnten in der Fernsehwelt hat sich für den gebürtigen Berliner einiges verändert. Er bemängelt die Originalität einzelner Fernsehsendungen: „Früher war es so, da gab es Formate, die gehörten einfach zu einem bestimmten Menschen und zu einem bestimmten Sender, wie z.B. ‚Glücksrad’ oder ‚Der Preis ist heiß’. Heut musst du manchmal minutenlang überlegen, bis man darauf kommt. Wen ich grandios finde ist Stefan Raab mit seiner Show ‚Schlag den Raab’. Das ist für mich das Genialste, was es momentan im deutschen Fernsehen gibt. Erstens die Idee und zweitens was er sich selbst zumutet und leistet, da kannst du ‚Wetten dass?’ in die Tüte hauen!“

Fernsehsendungen, die heutzutage für Einschaltquoten sorgen, wie ‚Ich bin ein Star holt mich hier raus’ kämen für den Moderator niemals in Frage: „Dreimal eingeladen, dreimal abgesagt! Käme auch nie in Frage. Sich so verarschen zu lassen, von den beiden Moderatoren auf der Brücke, das ist unter aller Sau!“

Ob Jörg Dräger seine Meinung zum ‚Dschungelcamp’ irgendwann ändern wird ist fraglich, doch am Montag startet erst einmal die neue TV-Show ‚Ich weiß, was du letzten Freitag getan hast’ um 20.15 Uhr auf RTL2.

Fotos: RTL II