Sonntag, 17. Juli 2011, 10:22 Uhr

Ryan Phillippe: "In Berlin habe ich die Nacht richtig durchgezecht"

München. Hollywood-Star Ryan Phillippe (36) steht nicht mehr auf seinen derzeitigen Wohnort: “Ich lebe nun seit 17 Jahren in Los Angeles und empfinde die Stadt manchmal als ziemlich tot. Das liegt vor allem daran, dass dort kulturell so wenig passiert”. Er schätze deshalb europäische Städte wie Berlin. Dort hat es ihm auch die Kneipenszene angetan, sagte er gegenüber Tele 5. “Da gibt es viele Bars, in denen ich die Nacht richtig durchgezecht habe.”

Die Entwicklung in Hollywood mache den Schauspieler nicht glücklich. Dazu sagte er: “Ich bevorzuge Filme, die nicht nur aus kommerziellen Gründen entstehen. In Hollywood konzentriert man sich momentan nur noch auf 3-D-Spektakel und Fortsetzungen, in denen es vor Action nur so strotzt und ständig etwas explodieren muss”.
Doch sei er doch nicht Schauspieler geworden, um in Blockbustern mitzuspielen: “Ich wähle mir meine Projekte nicht danach aus, wie viel Geld eingespielt werden könnte. Das hat mich nie interessiert, weil ich dafür nicht meine Energie und Lebenszeit opfern will”.

Der Ex-Soap-Darsteller hat schon mit Idolen wie Sean Connery und Clint Eastwood gearbeitete und das mache ihn stolz. Er beobachte diese großen Stars, absorbiere alles, was sie von sich geben. “Aber derjenige, von dem ich am meisten gelernt habe, ist Chris Cooper, mit dem ich ‘Enttarnt’ drehte. Er ist für mich einer der besten Schauspieler des amerikanischen Kinos von heute.”

Phillippe findet, dass er “sehr schüchtern” ist. Dazu sagt er im Tel.e 5-Interview: “Das war schon immer so. Sicherlich hat mir die Schauspielerei dabei geholfen, diese Unsicherheit zu überwinden. Aber in gewissen Situationen ist sie immer noch da – meistens dann, wenn ich ganz ich selber sein muss und mich nicht hinter einer Filmrolle verstecken kann”.

Foto: wenn.com