Donnerstag, 01. September 2011, 21:36 Uhr

Alexander Skarsgård: "Hollywood ist voll von überdrehter Mode"

München. „True Blood“-Star Alexander Skarsgard zählt zu den bestangezogenen Schauspielern Hollywoods. Aktuell ist der 35-Jährige Covermann der neuen Herbst-Winter-Ausgabe von GQ Style und stellt hier seine Modelqualitäten unter Beweis.

Trotz seiner Modeaffinität hält der Schwede übertriebenes Trendbe­wusstsein für einen typischen Komplex seiner Landsleute: „Die Schweden legen tatsächlich extremen Wert darauf, Trends zu setzen. Wahrscheinlich ist es wirklich eine Art Unsicherheit, dass wir uns immer wieder beweisen müssen, wie hip und informiert wir sind. Und nicht diese eigenartigen Wesen, die irgendwo im hohen Norden in ihren Eishöhlen hausen.“

Auch für die teils sehr exzentrische Mode, die in seiner aktuellen Wahlheimat Los Angeles getragen wird, hat Skarsgård wenig übrig: „Je länger ich in Los Angeles lebe, desto mehr stelle ich fest, dass ich mich doch sehr skandinavisch kleide. Ich mag keine Aufdrucke, stehe auf klare Formen und Schnitte. Hollywood ist voll von Mode, die völlig überdreht ist. Selbst die aktuelle Streeetwear – ziemlich hoffnungslos. Überall T-Shirts mit Totenköpfen aus Plastikdiamanten. Sachen, von denen man Kopfschmerzen bekommt, wenn man sie nur zwei Sekunden anschaut.“

Seiner eigenen Modesünden aus früheren Jahren ist sich der Schauspieler jedoch immer noch bewusst: „In meiner Jugend war ich ein Punkkid. Ich lief zum Beispiel auch eine Zeit lang in neonpinkfarbenen Trainingsanzügen und mit langen Haaren herum. Ich hielt das für ein gutes Statement. Für cool und selbstbewusst.“ Heute bevorzugt Skarsgård neben dem Amerikaner Tom Ford vor allem europäische Designer: „Burberry, Raf Simons. Aber genauso einige schwedische Labels wie Acne, Hope, Fifth Avenue Shoe Repair. Meine Basics stammen fast alle aus der Heimat.“

Ab dem 6. Oktober wird Skarsgård in Lars von Triers „Melancholia“ in den deutschen Kinos zu sehen sein. Hier spielt er nicht nur an der Seite von Kirsten Dunst, sondern erstmals auch gemeinsam mit seinem Vater Stellan – einem der bekanntesten Darsteller Schwedens. Gegenseitige Kritik sei bei dem Dreh jedoch kein Thema gewesen: „Wir reden uns nie rein. Erst recht nicht, wenn man mit einem Regisseur wie Lars von Trier zusammenarbeitet, einem der besten der Welt. Der weiß genau, was er will. Quengelnde Schauspieler jedenfalls nicht.“

Foto: wenn.com