Montag, 05. September 2011, 19:25 Uhr

Glatzkopf Matt Damon: Weltpremiere des Soderbergh-Thrillers "Contagion "

Venedig. Hollywoodstar Matt Damon überraschte in letzter Zeit mit einer Glatze. Jetzt zeigte sich der 40-Jährige damit erstmals auf der internationalen Bühne. Für seine Rolle in dem Science-Ficton-Thriller “Elysium” ist der neue fiese Look nötig.

Bei den 68. Filmfestspielen in Venedig stellte Matt Damon gestern Abend seinen neuen Film “Contagion” vor. Der ist hochkarätig besetzt mit Marion Cotillard, Laurence Fishburne, Jde Law, Gwyneth Paltrow und Kate Winslet. Im Schlepptau hatte der Star bei der Premiere seine bezaubernde Gattin Luciana Barroso, mit der er sich des öfteren die Auftritte im Blitzgewitter teilt.

In dem neuen Film von Steven Soderbergh wird gezeigt, wie sich ein durch die Luft übertragenes Virus rasend schnell ausbreitet und seine Opfer innerhalb von Tagen tötet. Als sich die Epidemie auf die ganze Welt ausdehnt, arbeiten internationale Ärzte fieberhaft an der Entwicklung eines Gegenmittels und planen geeignete Maßnahmen zur Eindämmung der um sich greifenden Panik – denn die ist noch ansteckender als das eigentliche Virus und bringt auch gesunde Menschen in Lebensgefahr, weil sich die sozialen Strukturen im Chaos zunehmend auflösen.

„Es ist immer spannend, Leute dabei zu beobachten, wie sie sich mit einem realen Problem auseinandersetzen muüssen, vor allem, wenn die Uhr tickt, wenn es wirklich um alles oder nichts geht“, sagt Regisseur Steven Soderbergh, dessen neuer Film „Contagion“ die Frage stellt: Was würde – auf persönlicher, landesweiter und globaler Ebene – passieren, wenn sich eine unbekannte, höchst ansteckende, tödliche Seuche ungehindert ausbreiten könnte? Wie käme es dazu? Wie weitet sie sich aus? Und wie würden wir damit umgehen?

Der Film kommt am 20. Oktober in die deutschen Kinos.

Matt Damon übernimmt eine der wichtigsten Rollen des Films – er hat bereits etliche Filme mit Soderbergh gedreht. Über „Contagion“ sagt er: „Stevens Filme setzen nie Fett an – sie sind schlank und temporeich. Bei einem Thema wie diesem gibt die grassierende Seuche das Tempo vor und spiegelt den rapiden Kontrollverlust – um dieses Gefühl für die ständig zunehmende Bedrohung geht es uns. Steven weiß genau, wie man die vielen verschiedenen Erzählstränge spannend gestaltet, immer schneidet er genau im richtigen Moment zur nächsten Geschichte. Alles ist in Bewegung.“

„Man bekommt nicht oft die Gelegenheit, einen Film über Themen zu machen, die uns alle angehen, um sie dann zu einem unterhaltsamen Thriller zu verarbeiten“, sagt Soderbergh. „Als (Drehbuchautor) Scott Z. Burns und ich überlegten, einen ernsthaften Film über eine Pandemie zu machen, war ich angesichts der weltweiten Entwicklung und der Fortschritte in Medizin und Technik davon überzeugt, dass wir die Sache ultra-realistisch angehen müssen.“

Und Damon gesteht: „Seit ich mich intensiv damit beschäftige, haben sich meine Ansichten über menschliche Interaktionen grundlegend gewandelt. Man kann sich mit diesem Thema nicht auseinandersetzen, ohne durch das neue Bewusstsein nachhaltig verändert zu werden.“

Fotos: wenn.com (2), Warner Bros.