Mittwoch, 07. September 2011, 15:13 Uhr

"X Factor": Ist Sara Mosquera eine Schummeldiva?

Berlin. Sara Mosquera bewarb sich bei ‘X-Factor’ und unterschrieb Verträge, obwohl sie seit 2009 bei einer spanischen Produktionsfirma unter Vertrag steht. “Ist dies die berühmte südamerikanische Art Verträge einzugehen?” , fragt nun ihre Plattenfirma ‘GSI Music’.

Im Sommer 2009 habe Sara Mosquera angeblich einen Managementvertrag und einen Künstlerexklusivvertrag mit einer spanischen Plattenfirma unterzeichnet. Erste Probeaufnahmen sollten der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit werden. Doch dann passierte angeblich nichts. Denn die 25-Jährige hatte bereits einen Managementvertrag bei einem bekannten Eventmanager aus Berlin unterschrieben und war zu dieser Zeit Mitglied der “Fashion und Sex Girl Group” ‘High Heelz’.

Deshalb habe Sara versucht, die Verträge mit der Firma P.A.M. wieder aufzulösen. Dies misslang, da P.A.M. an der Fortführung der Verträge festhielt, heißt es in einer Erklärung der Fima. Auf Einladungen zu Aufnahmen habe Sara gleich gar nicht reagiert. Der Erfolg der Damen-Kapelle (laut Aussage Sara konnte nur sie wirklich singen, alle anderen taten nur so) hielt sich in Grenzen. Es folgte die Auflösung.

Sara versuchte sich weiter als Model und arbeitete dann in der Arztpraxis ihres Vaters. Aufforderungen von P.A.M. die Studioaufnahmen wieder aufzunehmen kam sie angeblich nicht nach und meldete sich auch nicht.

Wie dem auch sei: Sara ging zu ‘X-Factor’. “Und sie vergaß wohl in ihrem ganzen Glitter und Glamour, dass die Verträge bis 2012 laufen.”

Für Sara Mosquera eine durchaus brenzlige Situation. Durch solches Verhalten machen sich Künstler in der Musikbranche allerdings schnell uninteressant, denn die Glaubwürdigkeit stürzt ins Bodenlose. Jeder Manager, jeder Produzent, jede Plattenfirma muss sich fragen, ob Sara Mosquera Verträge ernst nimmt, oder nur versucht ihren eigenen Vorteil durchzusetzen, indem sie Halbwahrheiten preisgibt oder wichtige Elemente bewusst verschweigt.

Nutzt Sara den ‘X-Factor’- Auftritt für die eigene Promotion, um in Deutschland bekannter zu werden?

Die Plattenfirma von P.A.M. hat jetzt jedenfalls in Erwägung gezogen, den Song ‘Mírame’ (in spanischer Sprache) jetzt noch 2011 zu veröffentlichen, der bereits im Jahre 2009 aufgenommen wurde, obwohl Single und Album erst im nächsten Jahr erscheinen sollten.

Und: P.A.M. habe bereits die zuständige Produktionsfirma Grundy Light Entertainment GmbH und VOX davon in Kenntnis gesetzt, dass Sarah bei P.A.M. unter Vertrag sei. Was dran ist an der Geschichte, wird sich zeigen.

Fotos: VOX/Andreas Friese