Samstag, 10. September 2011, 10:10 Uhr

Madonna: "Wir leben in Gesellschaft, die von Prominenten besessen ist"

New York. Madonna weigert sich, auf ihre Vergangenheit zurückzublicken. Die Sängerin wird im nächsten Jahr ihr 30-jähriges Musikjubiläum feiern und obwohl sie ein interessantes und manchmal auch kontroverses Leben geführt hat, weigert sie sich, irgendetwas zu bereuen, da sie sich nur mit ihrer Zukunft befassen will.

“Ich denke nicht viel über die Vergangenheit nach, um ehrlich zu sein. Ich bin zu beschäftigt damit, in die Zukunft zu blicken”, erklärt die 53-Jährige, die kürzlich ihren neuen Film ‘W.E.’ beim Filmfestival in Venedig vorstellte.

Außerdem rät sie im Gespräch mit der Zeitung ‘Daily Record’ dazu, sich nicht um das perfekte Leben zu sorgen, sondern mit dem zufrieden zu sein, was man hat. “Hört auf, der Perfektion hinterher zu eifern, weil es so etwas gar nicht gibt. Wir müssen hinter die Fassade blicken und ich glaube, dass wir das nicht persönlich oder wortwörtlich nehmen können. Man kann ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen, man muss es lesen.”

Die Queen of Pop weist auch darauf hin, dass man einen Promi nicht automatisch kennt, nur weil man über ihn in einem Magazin lesen kann. “Wie soll man eine Person kennen? Man kann nicht erwarten, sie zu kennen, indem man einen Artikel über sie liest. Wir leben in einer Gesellschaft, die von Prominenten besessen ist und heute ist es ziemlich einfach, sehr schnell berühmt zu werden. Ich denke deshalb, dass es eine Obsession mit Stars gibt. Und wenn jemand mit seinen Kindern beim Schaukeln im Garten fotografiert wird, dann verwechseln die Leute das mit einer Art von Intimität. Aber das ist eine Illusion.” (Bang)