Sonntag, 18. September 2011, 16:09 Uhr

Der frischgebackene Raab-Millionär will einen Strom-Generator kaufen

Köln. Kein Kandidat feierte im Studio so wild wie der Bielefelder Polizist Gil Kwamo-Kamdem. Erst schmiss er seine Freundin in die Luft, dann drückte er lange innig seinen Vater an die Brust. Und danach umarmte der Amateur-Boxer nahezu jeden im Studio – egal ob er ihn kannte oder nicht. Und zwischendurch gab es immer wieder Freuden-Schreie.

Jetzt plauderte der 30-Jährige über seinen Sieg.

Gil Kwamo-Kamdem, zwei Flummis haben Sie am Sonntagmorgen, 1.46 Uhr, bei ‘Schlag den Raab’ zum Millionär gemacht. Wie zuversichtlich waren Sie vor dem letzten Spiel?
Normalerweise ist dieses Spiel kein Problem für mich. Ich mache ähnliche Übungen beim Boxtraining. Aber wenn es um 1,5 Millionen geht, ist alles anders. Als Stefan es im zweiten Versuch nicht geschafft hat, war ich sicher, dass ich gewinne.

Sie haben erst gar nicht gejubelt.
Es gab einen Moment, in dem ich mir unsicher war, weil es kein Sieger-Konfetti regnete. Und ich wollte mich nicht zu früh freuen.

Zwischendurch lagen Sie deutlich zurück. Was war das Geheimnis zum Sieg über Stefan Raab?
Ich habe nie aufgegeben. Keine Sekunde.

Wann wussten Sie, dass Sie als Sieger den Abend beenden?
Es gab zwei wichtige Momente. Dass ich Stefan bei ‘Blamieren oder kassieren’ das erste Mal am Pult besiegt habe, war sehr wichtig für mein Selbstbewusstsein. Und nach dem ‘Reifenspiel’ war ich mir sicher, dass mir heute abend nichts mehr passieren kann.

Warum?
Ich habe mit den Reifen gesprochen. Und die Reifen haben den richtigen Weg gefunden. In meiner Heimat gibt es Voodoo. Ich will nicht sagen, dass das Voodoozauber war. Aber vielleicht hat mir eine höhere Macht geholfen.

Sie wollen von Ihrem Gewinn einen Strom-Generator fu?r Ihr Heimatdorf in Kamerun kaufen. Wann wird der Plan umgesetzt?
Sobald ich Urlaub habe, fliege ich mit meiner Familie nach Kamerun. Und dann gibt es dort den Strom-Generator. Und um den Generator ein Haus. Und einen Wachmann, damit der Generator nicht geklaut wird. Ich bin froh, dass ich meinem Dorf helfen kann.

Interview und Fotos: ProSieben