Montag, 19. September 2011, 12:48 Uhr

Hat Michael Jackson intravenöse Medikamente lieber getrunken?

Los Angeles. Neues im Fall Michael Jackson. Die Anwälte von Dr. Conrad Murray wollen vor Gericht den Anspruch geltend machen, dass der “verrückte” Michael Jackson eigentlich intravenöse Medikamente sogar getrunken habe.

Der Leibarzt des verstorbenen “King Of Pop” steht nächste Woche wegen fahrlässigen Tötung vor einem Gericht in Los Angeles.

Jackson war im Sommer 2009 an einer akuten Propofol-Vergiftung verstorben. Murrays Anwaltsteam will nachweisen wie süchtig der Star nach Arzneimitteln zum Einschlafen war. Denn dem Autopsie-Bericht zufolge sei das Narkotikum Proopfol sogar im Magen des Popstars gefunden worden. Eigentlich wird dies intravenös verabreicht.

Ein Insider verriet dazu der britischen Zeitung ‘Daily Mirror’: “Das Team um Conrad Murray kann nicht verstehen, wie das Propofol in seinen Magen gelangte. Es macht überhaupt keinen Sinn, es sein denn, Michael hat es getrunken. Sie wollen zeigen, wie süchtig er wirklich war. Michael war wirklich verrückt in seinen letzten Stunden und die Medikamente halfen ihm einzuschlafen.”

Murray will ebenfalls nachweisen, dass Michael Jackson das Propofol sich selbst injizierte, um seiner Sucht zu genügen. Er habe detaillierte Kenntnisse über schmerzstillende Medikamente und intravenöse Behandlungen gehabt und jahrzehntelange Erfahrung im Medikamentenmissbrauchs. Die Quelle fügte hinzu:”Dr.Murray ist zuversichtlich, dass er die Jury davon überzeugen kann, dass Michael sich die Medikamente selbst verabreicht hat. Es zeichnet ein schlechtes Bild von ihm als Arzt, dass er Michaels Sucht unterstützt hat, aber Dr.Murray besteht immer noch darauf, dass er ihm nicht so viel gegeben hat, um ihn zu töten.”

Inzwischen ist offenbar ein wichtiger Zeuge in dem Fall von der Bildfläche verschwunden. Apotheker Tim Lopez, der behauptet, kurz vor Jacksons Tod eine große Menge eines starken Anästhetikums an Murrays Freundin geschickt zu haben. Angeblich ist er nach Thailand gereist ohne Rücksprache mit den Behörden.

Jetzt wollen Staatsanwälte eine frühere Zeugenaussage als Teil ihrer Beweise nutzen. Im Falle einer Verurteilung erwarten den Arzt bis zu vier Jahren Gefängnis.

Fotos: wenn.com