Freitag, 23. September 2011, 8:32 Uhr

Harrison Ford: "Ich lasse mir den Mund nicht mehr verbieten"

München. Hollywoodstar Harrison Ford mischt sich gern in Regie-Fragen ein: “Es bereitet mir die größte Freude, wenn ich mich nützlich machen kann”, sagte der 69-Jährige jetzt im Interview mit dem Münchner Fernsehsender TELE 5.

“Darum sehe ich mir jeden Tag das gedrehte Filmmaterial an, äußere meine Meinung und engagiere mich auch in der Schnittphase. Ich lasse mir den Mund nicht mehr verbieten.”

Früher sei es ihm schwer gefallen, dem Regisseur gegenüber Vorschläge zu artikulieren. “Da hieß es oft: ‘Sag einfach deinen Satz, versprich dich nicht und pass auf, dass du den Stuhl nicht umwirfst’. Ich musste lernen, wie man trickst, um sich ein gewisses Mitspracherecht zu verschaffen.”

Der Hollywood-Star, der zuletzt in ‘Cowboys & Aliens’ zu sehen war, geht so gut wie nie ins Kino, gestand er in dem Interview. “Ich habe mich schon früh in meinem Leben bewusst dagegen entschieden, Filme anzugucken. Ich wollte auf keinen Fall irgendwelche Berühmtheiten imitieren. Vielleicht hat es deshalb bei mir ein bisschen länger gedauert, bis ich mein Handwerk beherrscht habe.” Seine ganz frühen Filme kann Ford nicht ertragen. “Da denke ich jedes Mal: ‘Was für ein mieser Darsteller!’ Ich hoffe sehr, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe.”

Harrison Ford, der auch mal als Zimmermann gearbeitet hat, macht seine Stunts übrigens gerne selbst. “Von Zeit zu Zeit habe ich nichts dagegen, mich mit schwitzenden Männern am Boden zu wälzen. Ich habe die körperlichen Herausforderungen meines Berufs immer geliebt.” Anders als die Pressetermine: “Interviewtage strengen mich wahnsinnig an. Jedes Mal, wenn ich stundenlang Journalisten irgendwelche Lügen erzählt habe, brauche ich hinterher einfach einen starken Drink.”

TELE 5 zeigt Harrison Fords Action-Drama ‘Auf der Flucht’ übrigens am Dienstag, 27. September, 20.15 Uhr

Foto: Paramount