Dienstag, 27. September 2011, 8:50 Uhr

Madonna: "Luxus bedeutet mir überhaupt nichts"

München. Madonna, die Queen Mum der Popmusik, ist bereits 53 Jahre alt und immer noch auf der Suche nach Liebe und Anerkennung – dabei ist sie 600 Millionen Euro schwer. Auf die Frage, ob Luxus glücklich mache, antwortet Madonna: “Im Gegenteil. Wenn ich nicht glücklich bin, bedeutet mir Luxus überhaupt nichts.”

Die Sängerin bezeichnet es bescheiden sogar als “Privileg”, ein großartiges Kunstwerk oder ein Couture-Kleid zu besitzen, aber davon hänge nicht ihr Leben ab. Auf der einen Seite empfinde sie “eine große Freiheit”, auf der anderen Seite sei sie aber auch den Fans verpflichtet.

“In vielerlei Beziehung hat sich die Situation der Frauen nicht geändert. Wir haben eine bessere Schulbildung, mehr Möglichkeiten im Job und doch warten wir auf den Mann, der uns glücklich macht”, sagt sie im Interview, dass die Zeitschrift ‘Frau im Spiegel’ zitiert. Ein gebrochenes Herz heilt man ihrer Ansicht nach, “indem man ihm viel Zeit lässt. Wenn man jemanden liebt, muss man immer etwas aufgeben. Nein, nicht muss. Man tut es einfach aus Liebe.”

Als Beispiel nennt die Pop-Diva ihre Kinder: “Ich liebe sie und muss regelmäßig Opfer für sie bringen.”

Darüber hinaus verrät Madonna, dass sie versuche, “die Gesetze des Universums zu verstehen, die Eigenheiten der Menschheit und den Unterschied zwischen dem, was wahr ist und was nicht”.

Ihrer Tochter bringt sie beispielsweise bei, “dass wir Frauen unsere eigenen Entscheidungen treffen müssen. Dass wir im Leben unseren eigenen Weg gehen müssen. Dass unser Glück allein in unserer Hand liegt.”

Für ihre jüngste Regiearbeit “W.E.” musste Madonna jüngst viel Kritik einstecken. Die Initialen stehen für die größte Lovestory des vergangenen Jahrhunderts: Englands König Edward VIII. gab den Thron auf, um die zweifach geschiedene Amerikanerin Wallis Simpson zu heiraten – eine Liaison, in der man nie weiß, ob Liebe die Grenze zur Besessenheit überschreitet. Ob Madonna den Unterschied kennt? – “Liebe ist, wenn man gibt. Besessenheit ist, wenn man nimmt.”

Und was treibt sie auf die Palme? – “Außer Hortensien? (Damit spielt sie auf ihren Wutanfall auf einer Pressekonferenz in Venedig an – Anm. d. Red.) Leute, die unvorbereitet sind.”

Foto: wenn.com