Dienstag, 27. September 2011, 12:51 Uhr

Was macht eigentlich der erste DSDS-Gewinner Alexander Klaws?

Berlin. Neues aus unserer beliebten Serie „Was macht eigentlich…?“ Alexander Klaws (28) begann seine Karriere 2003 mit dem Sieg der ersten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Jetzt ist der Sänger und Musicaldarsteller und Gelegenheits-Schauspieler mit dem neuen Album „Für alle Zeiten“ zurück. Entstanden ist das neue, fünfte Werk zusammen mit den beiden Star-Produzenten Thorsten Brötzmann und Ivo Mohring, die unter anderem schon Christina Stürmer und Amy Mc Donald in die Charts brachten.

Zu der über ein Jahr andauernden Studioproduktion sagte er: „Der Stil unterscheidet sich ganz bewusst von den Vorgängeralben. Wir haben uns noch viel mehr auf die Möglichkeiten meiner Stimme verlassen, die sich in den vergangenen Jahren enorm gewandelt hat“.

„Die zwölf Songs haben alle eine positive Grundhaltung. Es geht um gute Gefühle und das Thema, um das sich alles dreht, ist, na klar: das Leben und die Liebe.“ Der schönsten Sache der Welt widmet sich Alexander mit großer Einfühlsamkeit. Schon nach den ersten Takten der Single- Auskopplung „Ich glaub an Liebe“ steht fest: hier ist jemand ganz bei sich. Während früher eine gewisse Textlastigkeit in seinen Songs herrschte, gibt er jetzt seiner beeindruckenden
Stimmentwicklung mehr Raum. Große Bögen und ausladende Melodien reizen sein Stimmpotenzial aus – so gefühlvoll hat man ihn noch nicht erlebt. Wie vielseitig er ist, zeigt die hymnische Kraft von „Ich glaub an die Liebe“ ebenso gut wie die souverän unaufgeregte Ballade „Rette mich“.

Trotz der verschiedenen Stile ist allen Songs eines gemein: Alexander will einen neuen Weg einschlagen. Statt nachdenklich verkopftem Pop überzeugt er mit einer in der deutschen Musiklandschaft immer noch viel zu seltenen Leichtigkeit, die Lichtjahre davon entfernt ist, plump oder gar kitschig zu sein. „Ich will
keine Avantgarde, sondern ehrliche Musik, die ganz dicht beim Publikum ist.“

Klaws hat sich nach seinen ersten Charterfolgen nicht zurück gelehnt und schloss ein Gesangs-, Tanz- und Schauspielstudium an der renommierten „Joop van den Ende Academy“ in Hamburg ab. Daraufhin wurde er 2006 von Roman Polanski persönlich für das Musical „Tanz der Vampire“ in Berlin engagiert. Seit Mai 2010 spielt er den Tarzan in der gleichnamigen Musicalproduktion in der Hamburger „Neuen Flora“.

Wobei „spielen“ die Untertreibung schlechthin ist. Alexander fliegt durch die Urwaldkulissen, als hätte er vorher nie etwas anderes gemacht.

Während für andere Künstler diese zeit- und kräfteraubende Rolle schon Auslastung genug wäre, gibt Alexander auch in den kurzen Bühnenpausen 100 Prozent und nimmt konzentriert und mit Herzblut nebenbei eben noch sein fünftes Album auf.

Fotos: Patrick Hoffmann/WENN.com, DEAG