Donnerstag, 29. September 2011, 18:37 Uhr

Alles über "Flimmerfrühstück" und ihr Debütalbum

Berlin. Bevor es gleich zu Beginn Fragen gibt: Flimmerfrühstück heißen Flimmerfrühstück. Das war schon immer so und muss nicht weiter erklärt werden. Weil es keine Erklärung braucht. Warum, weiß niemand mehr, nicht einmal die Bandgründer. Aber der Name ist so unverwechselbar, dass er als eine der wenigen die Band betreffenden Dinge nie zur Debatte stand.

Da kann man geteilter Meinung sein.

Flimmerfrühstück – das sind Lothar, Karl, Mark und Fabian, vier Mittzwanziger aus Leipzig, die aus den Zutaten Indie, Pop und Jazz und gewürzt mit deutschen Texten ein Menü für die Ohren schaffen, dass das Zeug zum Leibgericht hat. Selbstbewusst und elegant servieren sie frischen Pop und freche Balladen, die in ihrer Mischung nicht nur sämtliche musikalische Geschmacksknospen öffnen, sondern irgendwie das Küchen-Kunststück vollbringen, zur gleichen Zeit zu sättigen und ein bißchen Appetit auf mehr zu machen.

Auf dem neuen Album “In allen meinen Liedern” – erscheint am Freitag – ist jeder Titel eine ganz eigene Kreation. Die zwölf Songs handeln von den zwei großen Ls der Menschheit: dem Leben und der Liebe.

Natürlich sind beide schon sehr oft konzertant kredenzt worden, aber wohl noch nie so wahr und tiefgründig wie hier. Die Lieder von Flimmerfrühstück sind pur und gehaltvoll und ohne Zusatzstoffe.

Musikalische Vorbilder haben die vier Leipziger keine. Inspiration aber finden sie in den Texten von Wolf Biermann, Manfred Krug und Reinhard Mey sowie in der Musik der Beatles, von James Brown, Jimi Hendrix und Tom Waits.

Mit “In allen meinen Liedern” ist ein Album für Liebhaber des Pop irgendwo zwischen Clueso und Peter Fox herausgekommen, das an keiner Stelle Mainstream, sondern durchgängig klar komponiert ist. Nicht weniger. Aber auch nicht mehr.

Heute Abend werden Flimmerfrühstück am diesjährigen Bundesvision Song Contest 2011 in Köln teilnehmen und ihre erste Single “Tu´s nicht ohne Liebe” (kommt auch am 30. September) endlich einem breiten Publikum vorstellen!

Fotos: iama-Raddi